Leitl: Bayern ist Österreichs wichtigster Handelspartner

Hälfte der österreichischen Deutschlandexporte gehen nach Bayern - Qualität und Innovation sind Schlagworte, auf die Bayern und Österreich setzen müssen

Wien (PWK879) - Zwischen Deutschland und Österreich bestehen seit jeher enge wirtschaftliche Verflechtungen sowohl im Warenhandel, als auch bei den grenzüberschreitenden Dienstleistungen bzw. den jeweiligen Direktinvestitionen im anderen Land. "Eine besondere Stellung unter den deutschen Bundesländern nimmt dabei Bayern ein", sagte WKÖ-Präsident Christoph Leitl anlässlich des Zusammentreffens mit dem bayrischen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu in der Wirtschaftskammer. Deutschland war im 1. Halbjahr 2005 mit einem Handelsvolumen von fast 34 Mrd. Euro weiterhin der mit Abstand wichtigste Wirtschaftspartner Österreichs. Leitl: "Nimmt man die Wirtschaftsverflechtungen mit Bayern heraus, so ist Bayern der wichtigste Handelspartner Österreichs. Uns verbindet eben nicht nur eine gemeinsame Geschichte und Kultur, sondern auch die gemeinsame Wirtschaft."

Das jährliche Handelsvolumen beträgt in beiden Richtungen rund 20 Milliarden Euro, was Bayern zum wichtigsten regionalen Wirtschaftspartner Österreichs macht. Wichtigster Absatzmarkt für österreichische Produkte in Deutschland ist mit Abstand Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Auf die neuen Bundesländer entfallen lediglich um die 6% der österreichischen Direktexporte.

Leitl betonte, dass sowohl für Österreich als auch Bayern gelte, dass "wir im globalen Wettbewerb nur mit Qualität, Qualifikation und Innovation punkten können. Im Know-how-Wettbewerb haben wir Vorteile gegenüber Billiglohnländern und diese Vorteile müssen wir nützen." Das seien auch die Zielsetzungen Europas, doch Leitl merkte kritisch an: "Die EU ist gut bei der Definition von Zielen, aber leider noch nicht gut genug bei deren Umsetzung." Dabei müsse sich die Politik mehr anstrengen. Minister Wiesheu wies darauf hin, dass gerade die bayrische Regierung voll auf die Förderung von Forschung und Entwicklung setze: "Forschung und Entwicklung sind der Schlüssel zum Erfolg für Bayern, Österreich und Europa generell. Nur damit können wir in den Wettbewerb mit Billiglohnländern treten." (BS)

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