Krist zu Frauenpolitik der Regierung: "Nichts sehen, nichts hören, nichts tun"

Wien (SK) - "Die Frauen sind die großen Verlierer auf dem Arbeitsmarkt. Grund dafür ist, dass fünf Jahre schwarz-blau-orange Regierung fünf Jahre ohne erkennbare Frauenpolitik sind", so SPÖ-Abgeordneter Hermann Krist am Mittwoch im Parlament. Gerade nur jede zweite Frau würde den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt schaffen. Die Suche nach adäquaten Jobs sei noch schwieriger, so Krist.****

Die Frauen seien die größten Verlierer auf dem Arbeitsmarkt, führte Krist aus. Dazu sei Österreich mit mehr als 30 Prozent Einkommensunterschieden das traurige Schlusslicht in der europäischen Rangliste. "Das Modell des Kombilohns wird diese Situation sogar noch verschlechtern", betonte Krist. Des Weiteren würde die Bundesregierung nichts dafür unternehmen, dass junge Frauen, gerade im Lehrlingsbereich, in männlich dominierte Berufe eindringen würden. "Das würde aber zu einer besseren Absicherung und zu Eigenständigkeit führen", argumentierte Krist.

Eine grundlegende Voraussetzung für den Wiedereinstieg wäre auch ein ausreichendes Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten. "Es kommt aber zu riesigen Problemen, wenn die Kommunen völlig im Regen stehen bleiben und dann kostendeckende Beträge einheben müssen", so der SPÖ-Abgeordnete. Krist zeigte an konkreten Beispielen, dass im Besonderen Kinderbetreuungsplätze für Kleinstkinder allein erziehender Mütter oft nur schwer zu finanzieren seien. "Es scheint so, als würde sich die Bundesregierung das Frauenbild aus Henry Ibsens 'Nora' zum Vorbild nehmen", so die Kritik Krists, der abschließend sagte: "Frauenpolitik muss sich einmischen, sie muss aber vor allem agieren." (Schluss) js

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