WKNÖ-Vizepräsident Kiermaier fordert konkrete Unterstützung für Nahversorger

Immer mehr niederösterreichische Gemeinden ohne Geschäft

St.Pölten (SPI) - Mit einem Maßnahmenpaket, das von steuerlichen Erleichterungen für Kleinbetriebe bis zu Änderungen bei der Förderung von Ortskernen reicht, will WKNÖ-Vizepräsident Günter Kiermaier dem Greißlersterben zu Leibe rücken. "Die Zahl der Gemeinden ohne Nahversorger steigt ständig. Den kleinen Unternehmen machen die Konkurrenz der Einkaufszentren und die Rabattankündigungen der Großen schwer zu schaffen. Eine wirksame Rückendeckung kann man den Nahversorgern jetzt nur mit einer konkreten Verbesserung der Rahmenbedingungen geben."

"In hunderten niederösterreichischen Orten ist kein Nahversorger mehr vorhanden. Es ist zu befürchten, dass sich diese bedenkliche Entwicklung in den nächsten Jahren noch verstärkt. Denn mit dem Schließen öffentlicher Einrichtungen in den Regionen und den Einsparungen, die den Gemeinden abverlangt werden, dürften mehrere Maßnahmen der Regierung diesen Trend beschleunigen", stellt der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes NÖ fest.

Um die Bedingungen für die Nahversorger zu verbessern, setzt sich Kiermaier neben steuerlichen Erleichterungen für Kleinbetriebe und der Begünstigung von Investitionen auch für Änderungen bei der Förderung von Ortskernen ein:"Die NAFES-Förderung in Niederösterreich unterstützt in erster Linie Aktivitäten der Gemeinden, jedoch keine einzelbetrieblichen Maßnahmen. Betriebe können diese Förderung nur dann nutzen, wenn sie eine gemeinsame Gesellschaft mit einer Gemeinde bilden. Allerdings tun sich viele Kommunen aufgrund eines angespannten Budgets schwer, entsprechende Investitionen für die Ortszentren vorzunehmen."

"Es wäre daher zielführend, eine Förderung alleiniger Initiativen der Betriebe zu ermöglichen", schlägt Kiermaier vor. "Dadurch könnten Unternehmen auch dann Maßnahmen zugunsten der Ortskerne setzen, wenn sich eine Gemeinde etwa aus budgetären Gründen dazu nicht in der Lage sieht. Die Mitsprache der Kommunen würde durch eine derartige Neuausrichtung der Förderung ja nicht in Frage gestellt werden.

"Wird das Zentrum durch das Projekt eines Betriebes attraktiver, so nützt das dem ganzen Ort. Ganz besonders dann, wenn diese Maßnahme dem einzigen Nahversorger einer Gemeinde das Überleben erleichtert.", so Kiermaier abschließend.

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