Krankenkassen: Finanzielle Entwicklung verläuft besser als ursprünglich prognostiziert

Verbandsvorsitzender Erich Laminger: "Dort wo die Wirtschaft prosperiert, geht es auch den Kassen besser"

Wien (OTS) - Die Entwicklung in der Finanzierung der sozialen Krankenversicherung verläuft im Jahr 2005 besser als ursprünglich budgetiert. Zwar rechnen die 21 Krankenkassen zum Stand 15. November 2005 in ihrer jüngsten Finanzprognose bei einem Gesamtbudget von 11,9 Milliarden Euro noch immer mit einem Gesamtabgang in Höhe von 73 Millionen Euro, dieser hat sich allerdings gegenüber dem im Februar 2005 prognostizierten Abgang in Höhe von 280 Millionen Euro deutlich reduziert. Im August 2005 waren die Krankenkassen noch von einem Minus in Höhe von 91 Millionen Euro ausgegangen. Erich Laminger, Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger: "Diese 73 Millionen Euro Defizit sind zwar immer noch um 73 Millionen Euro zuviel, die finanzielle Entwicklung verläuft aber dennoch erheblich besser als ursprünglich budgetiert. Die Maßnahmen, die gesetzt worden sind, greifen".
Insbesondere im Bereich der Beitragseinnahmenentwicklung zeigt sich Laminger zufrieden: "In denjenigen Bundesländern, wo die wirtschaftliche Prosperität stimmt, geht es auch den sozialen Krankenversicherungen besser". Zum Vergleich: Während die Vorarlberger Gebietskrankenkasse heuer mit einem Beitragseinnahmenanstieg von 4,6 Prozent rechnet, liegt die erwartete Beitragseinnahmenentwicklung bei der Wiener Gebietskrankenkasse und den acht Betriebskrankenkassen nur bei 2,3 Prozent. Zufrieden ist Laminger auch mit der Entwicklung des Verwaltungsaufwandes. Dieser wird laut vorliegender Prognose heuer lediglich um 2,4 Prozent steigen. Zum Vergleich: Die Versicherungsleistungen werden um rund 3,5 Prozent wachsen.
Der Hauptverband und die Kassen werden alles daran setzen, damit die Finanzierung der Krankenversicherung auch für die nächsten Jahre sichergestellt ist. Die Gesundheitsreform, deren Umsetzung das Gesundheitsministerium und die Krankenversicherung derzeit vollziehen, soll ja bekanntlich bis zum Jahr 2008 ein Konsolidierungspotential von 300 Mio. Euro lukrieren.
Die Bundesgesundheitsagentur und die Landesgesundheitsplattformen werden vor allem bei der Nahtstelle zwischen niedergelassenem und stationärem Bereich ansetzen. Verbandsvorsitzender Laminger abschließend: "Wenn es tatsächlich gelingt, das Konsolidierungspotential vom 300 Mio. Euro bis 2008 zu erreichen, ist das für die Sicherstellung der Finanzierung der Krankenversicherung ein ganz wesentlicher Schritt. Die Krankenversicherung wird daher gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und den für den Spitalsbereich zuständigen Ländern intensiv daran arbeiten, dieses Ziel auch tatsächlich zu erreichen".

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