Bartenstein hofft auf Wiederbelebung des Handels mit dem Irak

Arbeitsgespräch mit dem irakischen Handelsminister Abdulbasit Karim Mawloud

Wien (BMWA-OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein hat heute, Mittwoch, den irakischen Handelsminister Abdulbasit Karim Mawloud in Wien zu einem Arbeitsgespräch empfangen. Zentrales Thema dabei war die Wiederbelebung der österreichisch-irakischen Handelsbeziehungen, die auf Grund der politischen Entwicklung weitgehend zusammengebrochen sind. Bartenstein: "Ich bin sicher, dass früher oder später unsere wirtschaftliche Kooperation das Niveau der 1980er-Jahre mit einem Handelsvolumen von bis zu 600 Millionen Euro im Jahr erreichen wird. Österreichische Unternehmen zeigen sich jedenfalls äußerst interessiert, Geschäftsbeziehungen mit dem Irak wieder aufzubauen."

Bartenstein betonte, dass sich in diesem Jahr mehr als zwanzig Unternehmen aus Österreich an einer Irak-Wiederaufbaumesse in Amman beteiligt hätten. Außerdem hätte die Wirtschaftskammer Österreich in der österreichischen Botschaft in Bagdad ein Informationsbüro eröffnet und wird am 1. Dezember dieses Jahres ein zweites in Erbil (Kurdistan) eröffnen.

Österreich wolle, so Bartenstein weiter, mit einem Schuldenerlass und der Finanzierung humanitärer Hilfsprojekte den Wiederaufbau des Irak unterstützen. Es begrüße auch die Anbahnung von Kooperationen zwischen dem Irak und der Europäischen Union und werde während seiner EU-Präsidentschaft die Gespräche über eine Annäherung intensivieren. Auch ein irakischer Antrag auf Aufnahme in die WTO werde von Österreich begrüßt, erklärte Bartenstein.

Im Vorjahr haben sich die Exporte aus Österreich in den Irak gegenüber 2003 verdoppelt und ein Volumen von 41 Millionen Euro erreicht. In der Gegenrichtung ist das Volumen um 5% auf 37 Millionen Euro gestiegen. Von Jänner bis inklusive August 2005 sind die österreichischen Exporte zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 63% auf 30 Millionen Euro angewachsen, die Importe jedoch um 98% auf 0,6 Millionen Euro geschrumpft. Die wichtigsten Exportartikel sind Maschinen, medizinische Produkte, Sicherheitsausrüstungen und Grundstoffe für Lebensmittel. Importiert wird vor allem Erdöl.

Fotos von dem Gespräch stehen auf der Website des Bundesministeriums für Wirtscahft und Arbeit (www.bmwa.gv.at) in der Rubrik "Presse" im Anschluss an diese Meldung zur Verfügung.

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