Handschrift als Innovation: "dotforms e-card" im Technischen Museum Wien

Wien (OTS) - Seit wenigen Wochen beweist das Technische Museum
Wien seinen Besuchern, dass die eigene Handschrift zur Datenerfassung auch im digitalen Zeitalter längst nicht ausgedient haben muss. Möglich macht diese besondere Erfahrung des digitalen Schreibens die neue, von der Firma Diagramm Halbach entwickelte Applikation "dotforms e-card". Hierbei handelt es sich um einen Schreibstift, der äußerlich kaum von herkömmlichen Stiften unterscheidbar ist, und um Papier, das sich auf den ersten Blick von handelsüblichem ebenfalls nicht unterscheidet. Der Stift verfügt jedoch über eine eingebaute Minikamera, die das Geschriebene einliest und speichert. Das Einlesen wird durch ein feines Punkteraster ermöglicht, das sich im Hintergrund des Formulars befindet. Diese flächige Punktcodierung funktioniert wie ein absolutes Koordinatensystem und verortet das Niedergeschriebene exakt in seiner Position. Durch eine Docking-Station werden die Daten mittels einer USB-Schnittstelle an einen Rechner übertragen. Jede handschriftliche Aufzeichnung kann so umgehend digital weitergeleitet und auch -verarbeitet werden.

Kein Gegensatz: Handschrift und E-Mail

Zur Anwendung kommt die Applikation in der Abteilung "medien.welten", welche die Grenzen des konventionellen Museums sprengt und die vielfältigen Möglichkeiten neuer digitaler Medien erleben lässt. Mit "dotforms e-card" ist es möglich, digitale, handgeschriebene Ansichtskarten zu verschicken. Geschrieben wird auf einem Block mit digitalem Papier, der dem Besucher verschiedene Kartenmotive zur Auswahl bietet. Die Auswahl erfolgt durch schlichtes Ankreuzen. Danach wird die Grußbotschaft auf die Papierseite geschrieben. Eine aufgedruckte Tastatur zum Antippen der benötigten Buchstaben erlaubt dem Besucher schließlich, die gewünschte E-Mail-Adresse zu formulieren. Sobald der Stift wieder in der Station steckt, wird die Grußkarte abgeschickt. Die Vorzüge einer derartigen Korrespondenzform liegen auf der Hand: Es braucht keine Tastatur mehr zum Schreiben, das Tippen entfällt. Stattdessen kommt in der schriftlichen Kommunikation die alte Handschrift wieder zu Ehren, die jahrhundertelang persönliche Grüße übermittelt hat. Im Unterschied zu früher wird sie nunmehr in digitalisierter Form und entsprechend rasch und einfach an den Adressaten geleitet.

Die Vorteile in der Praxis

Die meisten Menschen können wesentlich schneller und zuverlässiger mit Stift und Papier arbeiten als mit einer Computertastatur (oder gar mit einem kleinen Plastikstift auf einem winzigen Touch Screen). Das Schreiben mit Stift und Papier ist die intuitive, seit der frühen Kindheit gelernte Art der Datenerfassung.

In vielen Bereichen des täglichen Lebens und Arbeitens gibt es das Problem der doppelten Datenerfassung. Die Aufzeichnungen werden zunächst handschriftlich gemacht, um später noch einmal in den Computer abgetippt zu werden. Diese Doppelerfassung stellt einen unnötigen Mehraufwand und eine Fehlerquelle dar.

Mit "dotforms" wird die Notwendigkeit digitaler Daten und der Wunsch nach einfacher und einmaliger Dateneingabe in Einklang gebracht. Darüber hinaus lässt die Übertragung mittels Mobiltelefon und Bluetooth (Alternative zu USB) eine größtmögliche Mobilität der Nutzung zu. So kann der Servicetechniker schon vor Ort einen ersten Bericht verfassen und an die Zentrale versenden, der Chef schreibt aus einer Sitzung eine Mitteilung an seine Sekretärin, Vertriebsmitarbeiter notieren Aufträge beim Kunden und leiten diese zeitgleich in die zentrale Auftragsbearbeitung weiter.

Digitale Datenerfassung mit Stift und Papier kann in vielen Bereichen der modernen Arbeitswelt Prozesse optimieren. Im Gesundheitswesen, in der Industrie, im Handel: Überall dort, wo Daten sicher und schnell protokolliert werden müssen, bietet die Digitalstifttechnologie neue Möglichkeiten.

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