aks startet Kampagne gegen strukturelle Gewalt an Schulen

Wien (SK) - Die aks (Aktion kritischer SchülerInnen) widmet ihre diesjährige Herbstkampagne struktureller Gewalt in Schulen. Als Auftakt wurde heute in ganz Österreich mit symbolischen Standbildern der österreichische Bildungsweg dargestellt. ****

"Junge Menschen sind in der Schule einem enormen Druck ausgeliefert, das fördert Frust und Aggressionen unter den SchülerInnen. Die aks möchte auf diese Situation aufmerksam machen", sagte aks-Bundesvorsitzende Ingrid Gogl im Rahmen des Kampagnenauftakts. Schulen seien demnach einerseits zu hierarchisch aufgebaut und ließen andererseits keinen Platz für individuelle Bedürfnisse und Mitsprache von SchülerInnen. "Respekt muss beidseitig sein: SchülerInnen werden LehrerInnen dann respektieren, wenn auch ihnen Wertschätzung entgegengebracht wird und auf ihre speziellen Bedürfnisse eingegangen wird", so die SchülerInnenvertreterin weiter.

Für die Bundesvorsitzende muss sich an der generellen Struktur der Schulen etwas ändern. Das Problem liege nicht ausschließlich direkt in den Schulen, sondern sei durch die Rahmenbedingungen bestimmt. "Wenn einschränkende und unmenschliche Maßnahmen wie die Stundenkürzungen die Schulen in enge Korsette schnüren, bleibt kaum Freiraum für Alternativen im Unterricht. Wenn in Förderung junger Menschen nicht mehr investiert, sondern sogar Stellen - wie zuletzt bei BegleitlehrerInnen - abgebaut werden, verschlimmert das die Situation noch mehr", ist für Ingrid Gogl klar.

"Ein schulisches Miteinander statt eines Gegeneinanders kann nicht durch Zwang herbeigeführt werden. Was es hierfür braucht ist vor allem Freiraum für junge Menschen und das Eingehen auf deren Bedürfnisse", so die aks-Vorsitzende abschließend.

Honorarfreie Bilder der heutigen Aktion auf Anfrage, Tel. Nr.:
0699/11 40 81 42, Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende)
(Schluss) wf/mm

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