Verwaltungsreform: Einigung ohne PersonalvertreterInnen

Gewerkschaft verlangt Aufklärung über Einschränkung von Dienstleistungen

Wien (GdG/ÖGB) - "Was in der Privatwirtschaft üblich und sinnvoll ist sollte im Öffentlichen Dienst eigentlich selbstverständlich sein", kritisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer, die Einigung über die Verwaltungsreform ohne Einbeziehung der PersonalvertreterInnen und der Gewerkschaften. Hundstorfer: "Wenn ein privates Unternehmen so vorgehen würde, gäbe es einen Österreich weiten Aufschrei."++++

Der GdG-Vorsitzende stellt grundsätzlich fest, dass sich die Gewerkschaft nicht prinzipiell gegen Veränderungen und Weiterentwicklungen wehrt. Hundstorfer: "Wir wehren uns aber gegen Ausgliederungen, Privatisierungen und Arbeitsplatzabbau. Das hat bisher schon nur zu Verschlechterungen für die Bevölkerung und die Beschäftigten geführt und zusätzlich noch die Dienstleistungen verteuert."

Der GdG-Vorsitzende fordert aber auch, dass der Bevölkerung "reiner Wein" eingeschenkt werden sollte, was es bedeute 15.667 Dienstposten (durch die Teilzeitarbeit sind davon weit mehr Menschen betroffen) einzusparen. Hundstorfer: "Selbst beim Einsatz revolutionärer technischer Hilfsmittel kann das nur durch den Abbau von Dienstleistungen erzielt werden".

Dienstleistungsabbau im öffentlichen Bereich könnte durchaus auch die Bereiche Sicherheit, Bildung oder Gesundheit betreffen. Hundstorfer:
"Was sind dann die Versprechungen wie mehr Sicherheit oder bessere Bildung und Gesundheit wert?"(ff)

ÖGB, 16. November
2005
Nr. 645

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