Mainoni prämiert österreichische IT-Spitzenforschung in Wien

Österreichische IT-Forschung im Aufwind. Mit dem FIT-IT-Programm des BMVIT will Mainoni österreichischen Unternehmen Mut für Technologie-Visionen machen

Wien (OTS) - Als "fatale Entwicklung" empfände es Staatssekretär Eduard Mainoni, wenn sich die gesamte österreichische IT-Forschungsszene nur mehr in Richtung Anwendung orientieren würde. Daher rief er anlässlich der Prämierung der erfolgreichen FIT-IT Projekte des Jahres 2005 die anwesenden IT-ForscherInnen zu mehr Grundlagenforschung auf. Er betonte gestern abend im Grand Hotel Wien die Rolle von IT als generischer Technologie, die nicht als reines Anwendungsvehikel verstanden werden dürfe.

"Gerade in einer Zeit, wo die meisten IT-Unternehmen möchlichst kurze Time-to Market-Zeiten anstreben, erfordert es besonderen Mut, langfristigen Visionen zu folgen", so Mainoni.

Durch FIT-IT, das Technologieförderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, soll österreichischen Firmen und Forschungseinrichtungen dieser Mut zur Verfolgung solcher Visionen gegeben werden.

Wie Andreas Reichhardt, Sektionsleiter für den Bereich Innovation und Telekommunikation im BMVIT, bei der Prämierung ausführte, wurden in FIT-IT seit dem Jahr 2002 rund 60 Projekte mit einem Fördervolumen von etwa 30 Millionen unterstützt. Aufgrund des großen Erfolges wird FIT-IT im Jahr 2006 fortgesetzt werden. Dazu Mainoni: "Die Existenz eines nicht sehr großen, aber umso leistungsfähigeren und innovativen Produktionssektors IT in Österreich, hat günstige Auswirkungen auf das gesamte Innovationsklima und ist daher entsprechend zu fördern."

FIT-IT wurde ins Leben gerufen, um auch am Standort Österreich konkurrenzfähige IT-Forschung und - Entwicklung möglich zu machen. "Mittlerweile ist der Sektor Informationstechnologie in Österreich ein Markt mit 120.000 Beschäftigten, einem jährlichen Umsatz von etwa 20 Milliarden Euro und Wachstumsraten von bis zu 40%. Um auf Sicht gegen internationale Konkurrenten bestehen zu können, ist ein weiterer Ausbau der Forschungsförderung in diesem Bereich dennoch absolut notwendig", betonte Mainoni. "Wir werden uns bemühen, im Zuge des im Lissabon-Prozess vorgesehenen Ausbaus des österreichischen Forschungsanteils am BIP auf 3%, den IT-Level noch weiter auszubauen", ergänzte der Forschungsstaatssekretär.

So gesehen liegt FIT-IT ganz im Trend. Denn neben der Entwicklung radikal innovativer Informationstechnologien in den Bereichen Embedded Systems, Semantic Systems und Systems on Chip, dem Heranbilden hoch qualifizierten Personals und der Herstellung von Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, ist eine stärkere internationale Vernetzung der österreichischen IT-Forschung ein wichtiges Ziel dieser Forschungsinitiative. Dadurch soll die bereits sehr gute Position der österreichischen IT-Forscher in Europa noch ausgebaut werden.

Die an diesem Abend prämierten Projekte aus dem drei FIT-IT Programmlinien Systems on Chip, Semantic Systems und Embedded Systems veranschaulichten den bisherigen Erfolg österreichischer IT-Spitzenforschung.

Gewinner in der dieses Jahr zum ersten Mal durchgeführten Programmlinie Systems on Chip ist das Projekt SoftRoC (Software Radio on Chip), eingereicht von Infineon Technologies Austria, DICE und dem Institut für Elektr. Mess- und Schaltungstechnik der TU Wien.

Diesjähriger Sieger in der Programmlinie Semantic Systems ist das Projekt DYONIPOS (Dynamic Ontology based Integration Process Optimisation), eingereicht vom Know-Center der TU Graz, dem Institut für Informationssysteme und Computer Medien der TU Graz, Hewlett Packard und m2n.

In der heuer schon zum fünften Mal durchgeführten Programmlinie Embedded Systems schaffte es SENSE (Security-enhanced Near Field Communication System) auf den ersten Podestplatz.
Die Projektpartner in diesem Projekt sind die TU Graz (IAIK), Philips, die Fachhochschule Joanneum und das Institut für ektronische Messtechnik der TU Graz.

Nähere Informationen zu den prämierten und nominierten Projekten finden sich in den beigefügten Projektkurzbeschreibungen. Informationen zu FIT-IT allgemein gibt es unter www.fit-it.at.

Fotos zur Veranstaltung sind unter www.fotodienst.at abrufbar.

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Mag. Marie-Theres Resch-Ehrendorff
Pressesprecherin des Staatssekretärs
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