ÖAMTC: Alle Sinne schärfen - gutes Sehen und Hören ist in dunkler Jahreszeit immens wichtig

29 Prozent aller Fußgängerunfälle passierten 2004 zwischen Oktober und Dezember

Wien (OTS) - Als Fußgänger hat man in der dunklen Jahreszeit schlechte Karten. 29 Prozent aller Fußgängerunfälle passierten im Vorjahr im Oktober, November und Dezember. "Gut sichtbar zu sein und sich auf Augen und Ohren verlassen zu können, ist für die eigene Sicherheit extrem wichtig", weiß ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Vor allem Kinder und Senioren sind als "schwächste Verkehrsteilnehmer" besonders gefährdet. "Zielgruppenorientierte Sensibilisierung und Unfallvorbeugung ist daher gefragt", so Donosa weiter.

Insgesamt verunglückten im Vorjahr 4.402 Fußgänger, davon 132 tödlich. 950 Kinder im Alter bis 14 Jahre sind 2004 als Fußgänger verletzt worden, elf Kinder getötet. Mehr als die Hälfte der getöteten Fußgänger war 60 Jahre oder älter. "Sehen und gesehen werden" - dieses Motto zählt im Herbst und Winter doppelt.

* "Gerade ältere Menschen tragen gerne dunkle Kleidung", sagt Donosa. "Dabei wäre es in dieser Jahreszeit so wichtig, aufzufallen und heller, gut sichtbarer Kleidung den Vorzug zu geben." Am besten Kleidungsstücke mit eingearbeitetem Reflektormaterial tragen. Ein Fußgänger mit reflektierender Kleidung wird von einem Autofahrer, der mit Abblendlicht unterwegs ist, schon aus bis zu 150 Metern Entfernung wahrgenommen. Ein dunkel gekleideter Fußgänger oft erst aus 30 Metern Entfernung.

* Bei schlechten Sichtverhältnissen sind die Augen besonders gefordert. Den Großteil der Informationen im Straßenverkehr, an die 90 Prozent, nimmt man mit den Augen auf. Wer schlecht sieht, nimmt wichtige Informationen zu spät oder gar nicht wahr. Viele Menschen bemerken oft gar nicht, dass sich ihre Sehleistung verschlechtert. Eine regelmäßige Überprüfung der Sehleistung ist daher unbedingt notwendig - egal in welchem Alter.

* Auch die Bedeutung eines guten Gehörs nicht unterschätzen, speziell bei Dunkelheit und schlechter Sicht. Mit schlechtem Hörvermögen ist kaum feststellbar, aus welcher Richtung sich ein Fahrzeug nähert und wie weit es noch entfernt ist. "Wer schlecht hört, läuft Gefahr ein Fahrzeug zu überhören und zu übersehen. Oft hören wir eine Geräuschquelle zuerst, bevor wir unseren Blick darauf richten", weiß die ÖAMTC-Expertin. Mit zunehmendem Alter kann die Hörleistung nachlassen, eine regelmäßige Überprüfung ist wichtig. ÖAMTC-Tipp: Das Verkehrssicherheits-Programm des Clubs "Mobil sein, mobil bleiben" widmet sich älteren Verkehrsteilnehmern, auch Seh- und Hör-Tests werden dabei angeboten. Nähere Infos gibt es unter http://www.oeamtc.at/.

* Auf die Konzentration und Aufmerksamkeit kommt es an. Beim Überqueren einer Fahrbahn, sich lieber ein zweites Mal vergewissern, ob man wirklich gesehen wird. Am besten die Straße an Ampeln oder Schutzwegen queren, sich nicht zwischen parkenden Autos durchschlängeln.

Veränderte Lichtverhältnisse und früher einsetzende Dunkelheit verlangen den Autofahrern verstärkte Aufmerksamkeit und Konzentration ab. "Besondere Rücksichtnahme gegenüber schwachen Verkehrsteilnehmern ist unbedingt gefordert", appelliert ÖAMTC-Expertin Dora Donosa an die Lenker.

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