BARTENSTEIN: STATT NO FUTURE SAGEN WIR IN ÖSTERREICH JOBS FOR YOU(TH)

Minister in der Aktuellen Stunde: Müssen uns mit Frankreich nicht vergleichen

Wien (ÖVP-PK) - Österreich zeigt, dass seine Jugend Bildung und daher Beschäftigung und alle Chancen hat, am Arbeitsmarkt gut unterzukommen. Wir müssen uns mit Frankreich, wo die wahrscheinlichsten Ursachen für die Unruhen in der Arbeitslosigkeit und in Bildungsproblemen liegen, nicht vergleichen, sagte heute, Mittwoch, der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Martin Bartenstein in der Aktuellen Stunde des Nationalrats. ****

"Als Vater von fünf Kindern, die durch öffentliche Volksschulen und Gymnasien gegangen sind, habe ich festgestellt, dass in Österreich Kinder aus allen Regionen sehr gute Chancen bekommen", verwies der Minister auf die Anstrengungen von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Fast 100 Millionen Euro würden jährlich zur Förderung von Lehrerposten für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache ausgegeben. Österreich sei gegen die Vorkommnisse, wie es sie derzeit in Frankreich gibt, allerdings nicht immun - "wir müssen ein wachsames Auge haben und permanent daran arbeiten, dass es keine No future-Kinder oder -Jugendlichen gibt und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen", wies der Minister auf das Beschäftigungspaket in Höhe von 285 Millionen Euro hin, das Ende September einhellig vom Nationalrat beschlossen wurde. 160 Millionen Euro diese Finanzmittel würden für junge Menschen und deren Qualifikation ausgegeben. "Statt no future sagen wir in Österreich jobs for You(th). Aus den 160 Millionen für junge Menschen seien allein zusätzliche 20.000 Plätze für Jobs for You(th) reserviert. "Diese Maßnahme ist erfolgreich." Aus 10.000 machen wir im nächsten Jahr 30.000", so der Minister weiter. Zwei Drittel der jungen Menschen in Österreich hätten nach sechs Monaten einen nicht geförderten Job.

In Österreich gebe es unter ausländischen Bürgern eine um 50 Prozent höhere Arbeitslosigkeit. Bei den ausländischen Jugendlichen liege der Anteil aber unterproportional bei 30 Prozent. Österreich habe zudem mit einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent eine der niedrigsten in der EU; in Frankreich liege diese bei knapp zehn Prozent. Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit sei Österreichs Quote mit 10,6 Prozent geringer. In Frankreich betrage diese 21,7 Prozent.

Positiv entwickle sich die Lehrlingssituation. Österreich habe mit der dualen Berufsausbildung "das allerbeste Bollwerk gegen Jugendarbeitslosigkeit". Der nach dem Regierungsbeauftragten für Lehrlingsausbildung Egon Blum benannte "Blum Bonus", der eine direkte Förderung pro zusätzlich aufgenommenen Lehrling vorsieht, habe bisher zu 8.500 Anmeldungen geführt. Allein bis Ende Oktober seien um 3,7 Prozent mehr Lehrverträge im ersten Lehrjahr eingereicht worden. Es gebe zudem 82 Prozent mehr offene Lehrstellen und eine Reduktion der Lehrstellenlücke um etwa ein Drittel.
Notwendig sei allerdings eine differenzierte Analyse jener Jugendlicher, die am Arbeitsplatz Probleme haben.

"Frankreich zeigt: "Jugend braucht Bildung, Beschäftigung, Chancen. Österreich zeigt: Jugend hat Bildung, Beschäftigung, Chancen", schloss Bartenstein.
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