Branchenuntersuchung der Europäischen Union - Erste Analysen bestätigen Kritik der BWB und der E-Control an mangelndem Wettbewerb

EU-Kommission kritisiert Wettbewerbsbehinderung auf den Strom- und Gasmärkten in Europa - Endbericht der europäischen Branchenuntersuchung wird 2006 veröffentlicht

Wien/Brüssel (OTS) - Im Juni wurde von der Europäischen Kommission eine europaweite Wettbewerbsuntersuchung gestartet, deren erste Analysen heute in Brüssel präsentiert wurden. "Diese ersten Ergebnisse der EU bestätigen die Kritik an mangelndem Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt, wie dies von der Bundeswettbewerbsbehörde und der E-Control in ihren nationalen Branchenuntersuchungen bereits mehrmals formuliert wurde.", erläutert der Geschäftsführer der Energie-Control GmbH, DI Walter Boltz, die gestrige Veröffentlichung in Brüssel.

Fünf Hauptgründe für Wettbewerbsbehinderung

Laut Bericht der EU finden Wettbewerbshemmnisse auf den europäischen Energiemärkten vor allem aus folgenden fünf Gründen statt: Marktkonzentration, Mangel an Marktintegration, mangelnde Transparenz, vertikale Integrationen und mangelndes Unbundling sowie Preisgründe. Die Kritikpunkte der EU beziehen sich dabei im Prinzip sowohl auf den Gas- als auch auf den Stromsektor gleichermaßen. "Diese Ergebnisse werden sicher auch in der Diskussion bezüglich der Wettbewerbssituation in Österreich ihren Niederschlag finden.", ist Walter Boltz überzeugt.

"Vor allem die hohe Marktkonzentration, die Marktmacht der etablierten Energieunternehmen, verhindert nach wie vor einen funktionierenden Wettbewerb. Von einem gesamteuropäischen Energiemarkt kann noch längst keine Rede sein. bedauert Walter Boltz sieht dem Abschluss der EU-Branchenuntersuchung gleichzeitig aber optimistisch entgegen: "Nach Vorliegen der Endergebnisse wird die EU notwendige strukturelle, regulatorische und wettbewerbsfördernde Maßnahmen präsentieren, die zu einer Wettbewerbsbelebung führen und dadurch Vorteile für die Energiekunden in ganz Europa bringen sollen.", Zudem hat es sich die EU zum Ziel gesetzt, bei geplanten Zusammenschlüssen restriktiver vorzugehen und somit weitere Marktkonzentrationen zu verhindern. Nur eine regionale Integration der Märkte sowie die erwähnte verstärkte Fusionskontrolle können die Einflussmöglichkeiten der beherrschenden Unternehmen unter Kontrolle halten", so Walter Boltz abschließend.

Mehr Informationen dazu gibt es auf der Homepage der EU unter
http://www.europa.eu.int/comm/energy/index_de.html und unter
http://europa.eu.int/comm/competition/antitrust/others/sector_inquiri
es/energy.

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