filmcollege in der Stöbergasse: Infoabend

Wien (OTS) - Ab dem Februar 2006 bietet das filmcollege eine neu konzipierte Berufsausbildung in den Fachbereichen Drehbuch und Dramaturgie, Gestaltung und Regie, Kameraassistenz und Kamera, Tonassistenz, Ton und Sounddesign, Schnitt, Compositing und digitale Bildbearbeitung und Finanzierung, Produktion und Vertrieb für künftige Filmschaffende an. Die Anmeldung für den ersten Jahrgang ist noch bis zum 1. Dezember möglich.

Fundierte Ausbildung - mit der Wirtschaft abgestimmt

Mit dem Rückhalt der österreichischen Filmwirtschaft entstand ein Studienkonzept, das einen praxisbezogenen Zugang ermöglicht und gleichzeitig der aktuellen Medienlandschaft Rechnung trägt.

Das Studium am filmcollege dauert drei Jahre, zusätzlich ist ein halbjährliches Pflichtpraktikum zu absolvieren. Die StudentInnen haben die Möglichkeit, sich in zwei Hauptfächern zu spezialisieren. Eine praktische und eine schriftliche Diplomarbeit schließen das filmcollege ab. Geprüft und zertifiziert wird der Abschluss von einer unabhängigen Prüfungskommission, die aus promintenten Mitgliedern der österreichischen Filmlandschaft besetzt wird. Sowohl VertreterInnen der Berufsverbände, als auch VetreterInnen der Wirtschaft und Arbeitnehmerseite vergeben germeinsam das Zeugnis und sichern damit gleichzeitig den aktualitäts- und berufsnahen Anspruch der Ausbildung.

Praxisnah und international ausgerichtet

Der Lehrplan berücksichtigt die zunehmende Bedeutung digitaler Medien und geht von der individuellen Betreuung der StudentInnen aus. Das Prinzip der Mentorenschaft findet in den verschiedenen Fachrichtungen Anwendung und soll den Studierenden ein möglichst breit gefächertes Angebot an handwerklichen und künstlerischen Ansätzen vermitteln. Der Stundenplan ist flexibel gestaltet und ermöglicht schnelle Reaktion im Dialog mit der österreichischen Filmlandschaft. In der Praxis stehende Filmschaffende aus Österreich und Europa werden regelmäßig zu Workshops und Seminaren eingeladen, um über ihre Projekte und Erfahrungen zu berichten und die StudentInnen in ihrer eigenen Sache zu unterstützen. Das filmcollege positioniert sich damit als langfristige Alternative in der österreichischen Filmausbildung. Das Studium begreift sich als Berufsausbildung mit dem klaren Ziel, den StudentInnen beste Chancen zur Berufsausübung mit auf den Weg zu geben.

Lebendiger Dialog mit Österreichs Filmlandschaft

Neu ist auch der Zugang des filmcollege: Maßgeblich an der Entwicklung beteiligt sind erfahrene Filmschaffende, die auch am filmcollege als DozentInnen tätig sein werden. Aber auch die StudentInnen selbst haben sich an der Entstehung des Projekts beteiligt. Die Gruppe Umkehrfilm, deren Mitglieder allesamt das Studium am filmcollege absolvieren werden, formuliert das so:
"Es war uns eindeutig klar, dass eine Filmausbildung in Österreich notwendig war, die unseren Bedürfnissen gerecht wird und in einer lebendigen Diskussion mit der Filmlandschaft steht. MentorInnen, die uns mit ihrer Erfahrung zu Seite stehen und uns in eine berufliche Selbstständigkeit begleiten wollen, war für uns das naheliegendste, aber bis dato unerhörte Prinzip. Dieses Modell wollten wir unbedingt zur Reife bringen."

Eingebettet wurde die Idee schließlich in das Programm des polycollege, der größten Medienvolkshochschule Österreichs. Mit der langjährigen Erfahrung des polycollege in der Kursplanung und den vorhanden Ressourcen pflegt die Institution in der Stöbergasse seit langem einen filmischen Schwerpunkt: Zum Haus gehören etwa die polyfilm, einer der lebendigsten Filmverleihe in Österreich und das Filmcasino, das allseits bekannte Programmkino im Herzen Wiens.

"Als größte Volkshochschule und Haupteigentümerin der Filmcasino & polyfilm BetriebsGmbH ist es mir wichtig, eine Brücke zwischen Ausbildung und "Ausstrahlung" zu schaffen. Das polycollege hat schon lange einen Medienschwerpunkt und ist Vorreiterin bei der Radioausbildung in Österreich, das filmcollege war somit eine naheliegende Herausforderung für uns", sagt Mag. Susanne Schaefer-Wiery, Direktorin des polycollege und Geschäftsführerin der Filmcasino & polyfilm Betriebs-GmbH über ihr neues Projekt.

"Den vorgelegten Eckdaten für das filmcollege ist zu entnehmen, dass damit die notwendige Ergänzung zur Ausbildung auf akademischer Ebene geschaffen werden soll - eine mittelfristige Entwicklung in Richtung Fachhochschule am Filmstandort Wien wäre zu begrüßen," so Dr. Werner Müller, Fachverband der Audivisions- und Filmindustrie. (Schluss) vhs

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