Symposion "Vordenken beim Vormerken"

am 28.11.05, 9.30-17.00, Hotel IBIS Mariahilf, Wien

Wien (OTS) - Verkehrssicherheit in Österreich bedarf vernetztes Handeln: Zu einer Diskussion darüber im Zusammenhang mit der Einführung des Vormerksystems laden INFAR (Institut für Nachschulung und Fahrer-Rehabilitation) Österreich und die Landesstelle Wien unter der Leitung von Dr. Christine Chaloupka-Risser ein. Eingeleitet durch Vizekanzler BM Hubert Gorbach, diskutieren hohe BehördenvertreterInnen aus Wien, NÖ und dem Burgenland sowie VerkehrspsychologInnen, Verkehrsingenieure und InteressensvertreterInnen (ÖAMTC, ARBÖ) über Theorie, Praxis und Zukunftsperspektiven. Interdisziplinäres Handeln steht dabei im Vordergrund.

Der Handlungsbedarf:

Die Situation der Verkehrssicherheit in Österreich weist dringenden Handlungsbedarf auf. Psychologie und Soziologie können dazu einen Beitrag leisten. Effizient wird ihr Einsatz erst in Zusammenarbeit mit anderen FachdisziplinenAus diesem Grund existiert auch noch kein enger, regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen humanwissenschaften und anderen Akteuren in Sachen Verkehrssicherheit sowie Personen aus der Praxis von Politik und Planung. Verkehrspsychologen haben in den Bereichen Nachschulung und Fahreignungsuntersuchung in den letzten Jahren Entscheidungsträgern und Gesetzgebern gezeigt, dass es sinnvoll sein kann, auf dieses Wissen zuzugreifen, wenn es um das Herausfinden von Lösungsmöglichkeiten für Verkehrsprobleme geht. Der Startschussß zum Vormerksystem könnte solche Kooperation vertiefen.

Das Ziel:

Österreich soll in den Bereichen bezug auf Sicherheit und Lebensqualität im Verkehrssystem in die vorderen Reihen in Europa geholt werden. Dazu bedarf es a) der vernetzten, interdisziplinären Zusammenarbeit und in Kombination b) des Bekanntwerdens mit den jeweiligen Kompetenzen der einzelnen Fachrichtungen. Beides soll mit diesem Symposion angeregt werden.

Die Akteure:

Einführende Worte spricht Vizekanzler BM Hubert Gorbach. Die Notwendigkeit eines vernetzten Agierens wird danach anhand des Modells des "Diamanten" durch Prof. Dr. Ralf Risser (Universität Wien, Soziologisches Institut und INFAR Wien) veranschaulicht. Eine "psychologische" Betrachtung des Vormerksystems liefert Universitätslektorin Dipl. Psych. Lilo Schmidt (INFAR Wien). Hohe Behördenvertreterinnen aus NÖ (Dr. Anna-Margaretha Sturm, Vorsitzende der Nö Amtsärztekonferenz) und dem Burgenland (Mag. Eveline Obrist, Unabhängiger Verwaltungssenat) diskutieren Probleme der Behörden bei der Durchführung der Mehrphasenausbildung sowie bei der Integration verkehrspsychologischer Stellungnahmen in die amtsärztliche Gesamtbeurteilung von Verkehrsdelinquenten. Ausführungen hinsichtlich der Spannungsfelder zwischen Erziehung und Bestrafung bzw. der Potentiale zur Senkung von Unfallzahlen erfolgen von Mag. Ursula Zelenka (ÖAMTC) und D.I. Wolfgang Rauh (VCÖ). D.I. Bernd Scoric (MA 46, Verkehrsorganisation und techn. Verkehrsangelegenheiten, Wien) stellt einen erfolgversprechenden Lösungsansatz der "selbsterklärenden Straße" vor.

Verkehrspsychologischen Nachschulungs- und Präventionsalltag mit Ausblick auf die Maßnahmen im Rahmen des Vormerksystems präsentieren INFAR InstitutsleiterInnen aus Vorarlberg (Mag. Eva Breuss-Purtscher), Burgenland (Dr. Christine Scholl-Kuhn), NÖ (Mag. Eva Schrank), Salzburg (Dr. Maria Ruby) und Oberösterreich (Dr. Edgar Spoerer). Den Abschluss bildet ein Forderungskatalog für weitere Verkehrssicherheitsarbeit von Prof Dr. Gerd Sammer von der Universität für Bodenkultur, Abteilung Verkehrswesen.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Christine Chaloupka-Risser
www.infar.at/wien

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001