Telekom Austria Gruppe setzt Aufwärtstrend im 3. Qu. 05 fort - TEIL 2

Wien (OTS) - Wien, 16. November 2005 - Telekom Austria AG (VSE:
TKA; NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2005 und das 3. Qu. 05 mit Ende 30. September 2005.

Gruppenübersicht Umsatzerlöse und Betriebsergebnis nach Segmenten Wireline

in Mio.EUR 3.Qu.05 3.Qu.04 Verä.in% 1-9/05 1-9/04 Verä.in%

Umsatzerlöse 534,4 546,4 -2,2 % 1.600,0 1.635,2 -2,2 % Betriebs- ergebnis 54,7 37,6 45,5 % 113,8 78,2 45,5 %

Bereinigtes

EBITDA* 217,0 220,3 -1,5 % 633,4 648,5 -2,3 %

* Das bereinigte EBITDA ist als Nettoergebnis exklusive Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen, Dividendenerträgen, Erträgen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sonstiger nicht-operativer Erträge und Aufwendungen, Minderheitsanteile und des kumulierten Effektes aus der Änderung von Rechnungslegungsgrundsätzen definiert. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Jahresvergleich:

Im Wireline-Bereich sanken die Umsatzerlöse, inklusive eines Einmaleffektes im Jahr 2004, in den ersten neun Monaten 2005 um 2,2 % auf 1.600,0 Mio. EUR. In 1-9/04 umfassten die Umsatzerlöse im Wireline-Bereich den Einmaleffekt in Höhe von 13,9 Mio. EUR aus der Erbringung von Universaldiensten an alternative Betreiber im Rahmen der Universaldienstverpflichtung für den Zeitraum 1999 bis 30. Juni 2004. Bereinigt um diesen Einmaleffekt verringerten sich die Umsatzerlöse um 1,3 %.

Der Rückgang bei den Wireline Umsatzerlösen wurde durch niedrigere Erlöse aus "Daten & IT Lösungen inklusive Wholesale" sowie durch die niedrigere Anzahl an Anschlüssen verursacht, welche zu einem Rückgang bei "Grundentgelten & sonstigen Sprachtelefonieerlösen" führten. Die Erlöse aus "Daten & IT Lösungen inklusive Wholesale" wurden von einem allgemeinen Preisdruck im internationalen Datengeschäft, der Umschichtung eines Produktes zu "Internetzugang & Media" sowie von einem einmaligen Umsatzeffekt im 3. Qu. 04 geprägt.

Das Betriebsergebnis stieg um 45,5 % auf 113,8 Mio. EUR, was vor allem auf niedrigere Abschreibungen, gesunkene Personalkosten und beträchtlich niedrigere Nettoverluste aus dem Abgang langlebiger Wirtschaftsgüter zurückzuführen ist, welche von 20,4 Mio. EUR in 1-9/04 auf 3,9 Mio. EUR in 1-9/05 zurückgingen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) fiel auf Grund niedrigerer Umsatzerlöse in 1-9/05 um 2,3 % auf 633,4 Mio. EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode. Auf vergleichbarer Basis betrug der Rückgang 0,2 % unter Berücksichtigung des Einmaleffektes bei den Universaldiensten in Höhe von 13,9 Mio. EUR.

Quartalsvergleich:

Das 3. Qu. 05 wies mit 30.700 ADSL-Nettozugängen im Vergleich zu 17.400 im 3. Qu. 04 ein anhaltendes Wachstum aus. Obwohl die ADSL-Nettozugänge im Jahresvergleich weiterhin anstiegen, waren diese Nettozugänge vom üblichen Rückgang während des Sommers geprägt. Die Gesamtzahl der ADSL-Anschlüsse stieg um 55,6 % auf 525.800 mit Ende 3. Qu. 05 (inklusive 101.700 Wholesale Anschlüsse) im Vergleich zu 338.000 Anschlüssen im 3. Qu. 04.

Im September 2005 hat Telekom Austria das ADSL-Produktportfolio durch den Launch neuer Breitbandprodukte für Privat- und Geschäftskunden erweitert. Privatkunden wird nun ein Produkt ohne Download-Einschränkung (Fair Use Regelung) mit 2 Mbit/s Download-Geschwindigkeit angeboten. Mit der neuen BusinessSpeed Produktlinie gibt es nun für Geschäftskunden ebenfalls erstmals ein attraktives 800 MB Einsteiger-Paket.

Der Rückgang der Sprachminuten um 5,6 % auf 1,2 Mrd. Minuten im Vergleich zum 3. Qu. 04 blieb gegenüber dem Rückgang im 2. Qu. 05 stabil. Der gesamte Sprachtelefoniemarkt in Österreich wurde von einem signifikanten Rückgang um 8,5 % geprägt, was vor allem auf die weitere Migration von Verkehrsvolumina in die Mobilfunknetze sowie niedrige nationale Gesprächsvolumina zurückzuführen ist.

Das gesamte Volumen an Sprach- und Internet-Einwahl-Minuten sank im 3. Qu. 05 im Vergleich zum 3. Qu. 04 um 14,7 % auf 1,7 Mrd. Minuten, was vor allem auf die anhaltende Migration von Internet-Einwahlkunden in Richtung höherwertiger Breitband-Produkte zurückzuführen ist.

Telekom Austria konnte auf Grund der starken Position im österreichischen Sprachtelefoniemarkt per Ende 3. Qu. 05 den Sprachtelefonie-Marktanteil auf 55,9 % gegenüber 54,0 % per Ende 3. Qu. 04 erhöhen. Der gesamte Marktanteil, bezogen auf Minuten inklusive Internet-Einwahlverkehr, stieg auf 56,2 % im Vergleich zu 55,2 % mit Ende September 2004.

Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse ging vor allem auf Grund der Migration von Festnetz zu Mobilfunk und zu einem geringeren Anteil auf Grund von Entbündelungsaktivitäten der alternativen Betreiber um 3,7 % auf 2,82 Mio. Anschlüsse im Vergleich zum 30. September 2004 zurück. Gegenüber den Vorquartalen bedeutet dies bei den Anschlüssen einen gleichbleibenden Rückgang von 3,7 %.

Die Anzahl der TikTak-Anschlüsse stieg per Ende September 2005 auf 1,56 Millionen im Vergleich zu 1,42 Millionen im 3. Qu. 04. Die TikTak-Bonuspakete beliefen sich mit Ende September 2005 auf 592.700 im Vergleich zu 310.500 im Vorjahr.

Die Anzahl der entbündelten Leitungen stieg mit Ende 3. Qu. 05 auf 108.600 im Vergleich zu 59.400 mit Ende 3. Qu. 04 und 97.000 mit Ende 2. Qu. 05.

Die durchschnittlichen Minutenentgelte im Sprachtelefoniebereich fielen von 7,9 Cent pro Minute im 3. Qu. 04 auf 7,7 Cent pro Minute im 3. Qu. 05 als Folge eines geänderten Gesprächsverhaltens und der Reduktion eines Festnetz- zu Mobilfunknetz Tarifs mit Beginn 2005.

Die gesamten Wireline-Umsätze gingen um 2,2 % auf 534,4 Mio. EUR im 3. Qu. 05 im Vergleich zu 3. Qu. 04 zurück. Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Umsatzerlöse aus Daten & IT Lösungen, Grundentgelten und Verbindungsentgelten zurückzuführen.

Die Erlöse aus Sprachtelefonie-Verbindungsentgelten sanken im 3. Qu. 05 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,6 % auf 97,6 Mio. EUR, was vor allem auf niedrigere Gesprächsvolumina sowie niedrigere durchschnittliche Minutenentgelte zurückzuführen ist.

Die Erlöse aus "Grundentgelten & sonstigen Spracherlösen" verringerten sich um 3,0 % auf 137,8 Mio. EUR, wobei die höhere Anzahl an Bonuspaketen die rückläufige Anzahl der Festnetzanschlüsse teilweise ausgleichen konnte.

Die Umsatzerlöse aus "öffentlichen Sprechstellen & Mehrwertdiensten" verringerten sich vor allem auf Grund geringerer Nutzung von öffentlichen Sprechstellen im 3. Qu. 05 um 14,7 % auf 12,2 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse aus "Daten & IT Lösungen inklusive Wholesale" gingen im 3. Qu. 05 um 7,2 % auf 104,3 Mio. EUR zurück. Der allgemeine Preisdruck im internationalen Datengeschäft und bei den Mietleitungspreisen führte zu diesem Rückgang. Der Quartalsvergleich beinhaltet eine interne Umschichtung von Umsatzerlösen in Höhe von 1,2 Mio. EUR zu "Internetzugang & Media" und einen im 3. Qu. 04 verbuchten einmaligen Umsatz in Höhe von 2,0 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse aus "Internetzugang & Media" verzeichneten, trotz des gesunkenen ARPU’s, einen starken Anstieg um 17,6 % auf 59,6 Mio. EUR als Ergebnis der höheren Anzahl an ADSL-Anschlüssen. Der Beitrag aus den Einwahl-Produkten verringerte sich durch die Migration von Kunden zu den höherwertigen ADSL-Produkten.

Die Umsatzerlöse im Bereich "Wholesale Sprachtelefonie & Internet" blieben im Vergleich zum 3. Qu. 04 nahezu unverändert und betrugen im 3. Qu. 05 90,3 Mio. EUR.

Die sonstigen Wireline-Umsatzerlöse fielen im 3. Qu. 05 um 6,9 % auf 32,6 Mio. EUR, was vor allem das Ergebnis von rückläufigen Auskunftsdienstleistungen und sonstigen geringfügigen Effekten ist. Die Erlöse aus Endgeräteverkäufen blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Hauptsächlich auf Grund von niedrigeren Personalkosten und Abschreibungen stieg im 3. Qu. 05 das Betriebsergebnis um 45,5 % auf 54,7 Mio. EUR. Die rückläufigen Personalkosten im 3. Qu. 05 sind auf einen niedrigeren Personalstand sowie auf Kosten in Höhe von 14,7 Mio. EUR im 3. Qu. 04 für den verstärkten Personalabbau im Jahr 2004 zurückzuführen. Die Abschreibungen und Wertminderungen verringerten sich als Resultat des strikten Managements der Anlagenzugänge im 3. Qu. 05 um 11,2 % auf 162,4 Mio. EUR im Vergleich zur selben Periode des letzten Jahres.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) fiel im 3. Qu. 05 um 1,5 % auf 217,0 Mio. EUR. Der Rückgang bei den Betriebsaufwendungen im Wireline-Segment konnte den Rückgang bei den Umsatzerlösen nicht vollständig ausgleichen.

Die Kundenanzahl bei Czech On Line betrug per Ende 3. Qu. 05 199.200 gegenüber 261.300 per Ende 3. Qu. 04 und 212.500 per Ende 2. Qu. 05.

Die Migration von Internet-Einwahlkunden zu ADSL- oder GSM-basierten Zugängen war der Hauptgrund für diesen Rückgang. Trotz dieser Entwicklung konnte Czech On Line im 3. Qu. 05 die Umsatzerlöse gegenüber der Vorjahresperiode durch einen beträchtlichen Anstieg der Anzahl der höherwertigen DSL- und Sprachkunden um 1,2 % steigern.

Der rückläufige Trend im Internet-Einwahl-Geschäft sowie regulatorische Veränderungen setzten die Margen unter Druck und führten zu einem Anstieg des Betriebsverlustes von 0,1 Mio. EUR im 3. Qu. 04 auf 1,0 Mio. EUR im 3. Qu. 05. Das bereinigte EBITDA verschlechterte sich von 0,5 Mio. EUR zu einem Verlust in Höhe von 0,3 Mio. EUR.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen hat Czech On Line die Vertriebs- und Marketinganstrengungen verstärkt und erwägt derzeit die Möglichkeit, neue Services und Anwendungen einzuführen.

- Fortsetzung folgt -

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