Junge Kunst aus Wien Präsident Khol eröffnet Ausstellung im Hohen Haus

Wien (PK) - "Positionen junger Kunst aus Wien" lautet der Titel einer Ausstellung, die heute Nachmittag von Nationalratspräsident Andreas Khol und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im
Innenhof des Palais Epstein eröffnet wurde. An der Veranstaltung nahm ein ebenso zahlreiches wie interessiertes Publikum teil.

Khol wies in seinen einleitenden Worten darauf hin, dass es sich
bei dieser Ausstellung um eine Premiere handle, finde doch zum ersten Mal eine derartige Veranstaltung im Palais Epstein statt.
Das Haus sei wieder instand gesetzt und am 25. Oktober eröffnet worden, und doch vorläufig noch eine Baustelle. Das wunderschöne Ambiente dieses Innenhofs wolle man für die Präsentation von
Kunst nutzen, eine Idee, von welcher der Erbauer dieses Hauses,
der ein großer Förderer und Mäzen der Kunst gewesen sei, sicher angetan wäre.

Der Präsident begrüßte Bundesratspräsident Mitterer und die anwesenden Künstler und merkte an, dass dies bereits die fünfte Ausstellung sei, bei der ein Bundesland seine KünstlerInnen präsentiere. Diesmal sei Wien an der Reihe, erklärte der Präsident und zeigte sich erfreut über die Anwesenheit vieler Galeristen.

Mailath-Pokorny dankte für die Gelegenheit, hier Gast sein zu dürfen und sprach sodann über die Kunstsammlung des Landes Wien, die mittlerweile 60.000 Objekte ihr Eigen nenne, die nach Möglichkeit der Öffentlichkeit über verschiedene Kanäle zugänglich gemacht werden, womit die Sammlung zwei Ziele
verfolge, die Förderung junger Kunst zum einen und ihre Sichtbarmachung zum anderen.

Berthold Ecker gab schließlich eine Einführung in das Werk der vier ausstellenden Künstler und verwies dabei darauf, dass man es sich bei dieser Ausstellung zur Aufgabe gemacht habe, mittels
eines Suchscheinwerfers paradigmatische Blicke auf die heimische Kunst zu werfen, um so zeitgenössisches örtliches Kunstgeschehen sichtbar zu machen. Die hier vorgestellten Künstler hätten
bereits durch eigene Ausstellungen von sich reden gemacht und
seien mit wichtigen Werken in den Sammlungen der Stadt Wien vertreten.

Nina Dick (geboren 1980) hatte vor kurzem eine Ausstellung in der "Alten Schmiede". Die Kritik lobte dabei die konsequent
verdichteten Arbeiten als "bedachtvoll kreierte Werke", die "Ausdruckskraft haben und mit Klarheit und Präzision
beeindrucken": "Mit scharfem Blick schreitet Nina Dick durch
urbane Landschaften. Architektur und Mensch unterzieht die Künstlerin diffizilen Betrachtungen." Dick studierte an der Universität für Angewandte Kunst bei Grabiele Rothemann.

Georg Frauenschuh (geboren 1979) lernte seine Kunst an der
Akademie der Bildenden Künste bei Gunter Damisch. Er erweiterte seinen künstlerischen Horizont durch einen längeren Studienaufenthalt in Sofia, wo er auch erste Ausstellungen ausrichtete. Mittlerweile konnte man seine Werke auch in Hallein, St. Pölten und Bruck an der Mur bewundern. Zeichnen sei seine
Art, Fragen zu stellen, erklärt der Künstler, der mit seinem Schaffen einem klaren Konzept folgt. Erst vor kurzem waren seine Werke auch in der Wiener "Alten Schmiede" ausgestellt.

Isabella Kresse (Jahrgang 1976) kommt gleich Frauenschuh von der Akademie der Bildenden Künste. Sie greift in ihrer Arbeit Schriftzeichen der Braille-Schrift auf und kombiniert diese mit einer strukturierten Tapete. Auch in ihren Bildern und Graphiken steht bei Kresse das Schriftbild im Mittelpunkt. Ihre Werke
gerieren so eine neue Lesbarkeit, greifen in die Schrift und
damit in die mit ihr transportierte Mitteilung ein. Kresse
stellte schon in Weimar, Paris, Graz und im Künstlerhaus aus.

Paul Schneggenburger (Jahrgang 1982) studiert wiederum bei
Professor Rothemann. Er bemüht sich in seinen Arbeiten um eine Positionierung zwischen den Bereichen der Reportage und konzeptionellen Richtungen der Fotographie. In seinen Bildern
werden zeitliche Abläufe, welche sich manchmal über Stunden, mitunter aber auch in Sekunden vollziehen, sichtbar.

Die Ausstellung dauert bis 2. Dezember und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. (Schluss)

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