• 15.11.2005, 13:02:43
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  • OTS0171 OTW0171

EMAS in Österreich besonders erfolgreich

Umweltminister Pröll legt dritten EMAS-Bericht vor

Wien (OTS) - Umweltminister Josef Pröll legte beim heutigen
Ministerrat den dritten Bericht über die Anwendung der
EMAS-Verordnung und Vollziehung des Umweltmanagementgesetzes vor. Wie
der Bericht aufzeigt, hat die Umsetzung von EMAS als freiwilliges
Instrument des betrieblichen Umweltschutzes gerade in Österreich eine
besonders positive Entwicklung genommen. So kann Österreich die
meisten Eintragungen von Betrieben, Organisationen und
Verwaltungseinrichtungen im EMAS-Register, bezogen auf die
Einwohnerzahl, aufweisen. "Mit derzeit insgesamt 266 Organisationen
gehört Österreich zu den führenden EU-Staaten und leistet damit einen
erheblichen Beitrag zu einer umwelt- und sozialverträglichen
Wirtschaftsentwicklung im Land", so Umweltminister Josef Pröll.****

Die Aufgabe des bereits dritten Bericht besteht unter anderem
darin, einen Überblick über die für Österreich relevanten
Rahmenbedingungen betreffend die Umsetzung der EMAS-Verordnung zu
geben und Kernaussagen über die Vollziehung des
Umweltmanagementgesetzes sowie über Maßnahmen, die zur Erreichung der
Ziele des Gescheinschaftssystem in Österreich erforderlich sind, zu
treffen.

Eines der Ziele von EMAS ist, die Umwelt nachhaltig zu verbessern
und die Ressourcen zu schonen. Betriebe und Verwaltungseinrichtungen
können mit einer Teilnahme am EMAS-System dazu nachhaltig beitragen.

EMAS ist seit 1993 das europäische System für Umweltmanagement.
Die Abkürzung steht für "eco-management and audit scheme", also das
freiwillige System für das Umweltmanagement und die
Umweltbetriebsprüfung. EMAS greift als vorsorgendes, nachhaltiges
Instrument im Umweltschutz die Eigenverantwortung von Organisationen
auf und ermöglicht es umweltbewussten, innovativen Unternehmen und
Organisationen durch ein anerkanntes Umweltmanagementsystem ihre
Rechtskonformität ("legal compliance") zu wahren, zu dokumentieren,
die Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern und ihre
Umweltleistungen in der Umwelterklärung darzustellen.

Gemäß § 28 Umweltmanagementgesetz hat der Bundesminister für Land-
und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft alle vier Jahre der
Bundesregierung einen Bericht vorzulegen, in dem über die Anwendung
der EMAS-Verordnung und die Vollziehung des Umweltmanagementgesetzes
berichtet wird. Der Bericht liefert ausführliche Informationen über
den Stand der Eintragungen von Betrieben, Organisationen und
Verwaltungseinrichtungen im EMAS-Register sowie über die Zulassung
von und die Aufsicht über Umweltgutachter. Er stellt auch die
Situation im gesetzlichen Bericht dar.

Der vorgelegte dritte Bericht dokumentiert in anschaulicher Weise
den Berichtszeitraum 2001 - 2005 und ist Wegweiser für zukünftige
Aktivitäten zur Umsetzung von Umweltmanagementsystemen im
Verwaltungsbereich.

Das Lebensministerium leistet selbst wertvolle Arbeit zur
Verbreitung von EMAS und kann als Vorzeigemodell mit der Einrichtung
eines Umweltmanagementsystems nach EMAS an nunmehr bereits drei
Standorten dienen.

Um den Bekanntheitsgrad und die Beteiligung von EMAS zu steigern,
veranstaltet das Lebensministerium seit dem Jahr 1999
EMAS-Konferenzen und verleiht seit 1995 EMAS-Preise. Ein wichtiges
Instrument zur Information interessierter Kreise stellt die vom
Lebensministerium eigens dafür geschaffene Internet-Plattform
www.emas.gv.at dar, über die auch relevante Publikationen und
aktuelle Ankündigungen bezogen werden können.

(SCHLUSS)

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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