• 15.11.2005, 12:22:37
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ÖGJ-Eder: Bildung kann Arbeitslosigkeit verhindern

Regierung verdoppelt Jugendarbeitslosigkeit, anstatt in Ausbildung zu investieren

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Anstatt der Jugend eine Chance zu geben, hat es
die Bundesregierung zusammengebracht, die Jugendarbeitslosigkeit fast
zu verdoppeln", kritisiert der Vorsitzende der Österreichischen
Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Eder. Mehr als 62.000 15- bis
24-Jährige waren Ende Oktober arbeitslos. "Für sie brauchen wir
Sofortmaßnahmen wie die Wiederbelebung der Lehrlingsstiftungen.
Darüber hinaus müssen wir das Problem Jugendarbeitslosigkeit aber
langfristig angehen: Mit Bildung und Ausbildung."++++

"Die Bildungspolitik der Bundesregierung schafft die Arbeitslosen
von morgen", sagt Eder. Denn je niedriger der Bildungsabschluss,
desto höher ist die Wahrscheinlichkeit arbeitslos zu werden. "Deshalb
müssen wir allen Jugendlichen in Österreich die bestmögliche
Ausbildung garantieren. Das wird aber mit ständig sinkenden
Investitionen in die Bildung nicht funktionieren." In der
zehnjährigen Amtszeit von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer sank
der Anteil des Bildungsbudgets am Bruttoinlandsprodukt von 6,1
Prozent auf 5,7 Prozent.

"Außerdem ist die Verteilung des Bildungsbudgets ungerecht: Es
kommt überwiegend den Kindern gut ausgebildeter und gut verdienender
Menschen zugute", kritisiert der ÖGJ-Vorsitzende. "Die ÖGJ fordert
eine Qualitätsoffensive im Bildungsbereich, die die Chancen auf
Bildungsabschlüsse für alle erhöht. Unverzichtbar ist die Einführung
einer gemeinsamen Schule für alle 6- bis 15-Jährigen", so Eder.

Bildung kann Arbeitslosigkeit verhindern - Die ÖGJ-Forderungen:

+ Förderunterricht: Mit einem Rechtsanspruch auf gebührenfreien
Förderunterricht ist der Schulerfolg weniger davon abhängig, ob sich
die Eltern teuren Nachhilfeunterricht leisten können.

+ Nachholbedarf: Das Nachholen von Bildungsabschlüssen, egal ob
Hauptschulabschluss, Berufsreifeprüfung oder Matura, muss für die
Jugendlichen kostenlos sein. Der Staat muss dafür sorgen, dass
ausreichend Plätze angeboten werden.

+ Gemeinsame Schule: Eine gemeinsame Schule für alle 6- bis
15-Jährigen sorgt dafür, dass sich niemand zu früh für einen
bestimmten Bildungsweg entscheiden muss.

+ Kleinere Klassen: Die ÖGJ tritt für eine Höchstzahl von 15
SchülerInnen pro Klasse ein.(fk)

ÖGB, 15. November
2005 Nr. 643

Rückfragehinweis:
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
Tel.: (++43-1) 534 44/290 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

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