• 15.11.2005, 09:58:09
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Bezirksmuseum Josefstadt: Die SW-Möbelaktion

Wien (OTS) - Zwischen 1954 und 1969 erfreute sich eine Aktion im
Zeichen der "Sozialen Wohnkultur (SW)" großer Beliebtheit. Über die
durch Stadt Wien und ÖGB ins Leben gerufene Initiative wird jetzt in
einer Sonder-Ausstellung des Bezirksmuseums Josefstadt (in Wien 8.,
Schmidgasse 18) berichtet. Eröffnet wird die nett gestaltete Schau
"Das SW-Projekt" am Mittwoch, 16. November, um 19 Uhr, durch den
Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz, Gemeinderat Johann
Driemer. Im Rahmen dieses Projekts erstanden Arbeiter und Angestellte
formschöne, praktische und preiswerte Möbel von guter Qualität, wobei
kulante Kredit-Konditionen den Erwerb erleichterten. In der neuen
Schau kann man zwei mit SW-Mobiliar bestückte Wohnzimmer
(Bücherregal, Anrichte, Eckbank, Esstisch, Stühle, etc.) sehen.
Abgerundet wird die Ausstellung durch allerlei Accessoirs aus den
Jahren 1950 bis 1970. Bis Mittwoch, 29. März 2006, ist die
Präsentation jeweils Mittwoch (18 bis 20 Uhr) und Sonntag (10 bis 12
Uhr) bei freiem Eintritt zu besichtigen. Während der Weihnachtstage
ist das Museum geschlossen.

Bei der einstigen Möbelaktion beteiligte sich die Gewerkschaft
Bau-Holz mit besonderem Engagement. Die Stadt Wien sorgte für die
leistbaren Finanzierungsmöglichkeiten. Der damalige Wiener
Bürgermeister Franz Jonas stellte der Öffentlichkeit im Februar 1954
die SW-Aktion vor. In weiterer Folge beteiligten sich 26 Erzeuger an
dem Projekt, rund 300 Händler vertrieben die Möbel. 1969 war der
Bedarf an SW-Einrichtungsgegenständen befriedigt und die erfolgreiche
Aktion konnte beendet werden. Anlässlich der Eröffnung der Schau
ertönt im Museum die "typische" Musik der 60er-Jahre. Begrüßt werden
die Gäste durch Museumsleiterin Dr. Elfriede-Maria Faber. Eine
aufschlussreiche Info-Broschüre begleitet die attraktive Schau und
ist im Museum erhältlich.

Rote Fauteuils, Musik-Schrank und Bodenbürste

Die Besucher der Sonder-Ausstellung lernen die im Jahre 1960
herrschenden Einrichtungsgebräuche kennen. Von der Sitzbank bis zur
Kommode, vom Bücherregal bis zu einem "Musik-Schrank" birgt die
Präsentation durchwegs interessante Exponate. Prunkstücke sind
Fauteuils mit rotem Kunststoffbezug sowie ein Couchtisch mit
schwarzer Glasplatte. Vielfältige Schaustücke beeindrucken den
Museumsgast, vom alten Porzellan bis zu Rundfunkempfängern. Diverse
Kleidungsstücke, vom Mini-Kleid bis zum "Kleinen Schwarzen", ergänzen
die Schau. Eine einstmals gebräuchliche Bodenbürste kündet von Mühen
der Hausfrau, jeder Besucher darf das Exponat "ausprobieren".

Allgemeine Informationen:

o Bezirksmuseum Josefstadt:

http://www.bezirksmuseum.at/josefstadt/

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) enz

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Oskar Enzfelder
Tel.: 4000/81 057
mailto:enz@m53.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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