Leopold-Ungar-Medienpreis 2005 an Arrieta, Machreich und Puschl

PreisträgerInnen erhalten je 5.000 Euro für engagierten Journalismus

Wien (OTS) - Das Geheimnis ist gelüftet: der Prälat-Leopold-Ungar-Medienpreis 2005 wurde heute abend an Teresa Arrieta (Ö1, Journal Panorama), Wolfgang Machreich (Die Furche) und Andrea Puschl (ORF, Thema) verliehen. Die drei JournalistInnen wurden damit für ihr persönliches Engagement und ihren Einsatz für soziale Themen geehrt.

Der von Caritas der Erzdiözese Wien und Raiffeisen Niederösterreich-Wien vergebene Preis wurde 2004 erstmals verliehen -Florian Klenk, Ed Moschitz und Regina Strassegger wurden ausgezeichnet. Mit einer Preissumme von 15.000 Euro ist er der höchstdotierte JournalistInnenpreis in Österreich, das Preisgeld wurde in diesem Jahr gedrittelt. Eingereicht wurden heuer 131 Beiträge, 13 JournalistInnen wurden von der Jury - Dolores Bauer, Barbara Coudenhove-Kalergi, Hubert Gaisbauer, Elvira Groiss, Roland Machatschke, Heinz Nussbaumer, Kurt Ceipek (Raiffeisen) und Doris Becker (Caritas) nominiert.

Caritasdirektor Dr. Michael Landau und Raiffeisen-Generaldirektor Dkfm. Peter Püspök würdigten in ihren Reden nicht nur die Qualität der eingereichten Beiträge, sondern auch die große Bandbreite und die journalistische Sorgfalt im Umgang mit sensiblen Themen.

Teresa Arrieta erhält die Auszeichnung für zwei Hörfunksendungen, in denen es um Flüchtlinge und ihre Lebensrealität geht. Betroffene und jene, die ihnen helfen, dabei aber zunehmend auf Widerstand, ja Schikanen stoßen, kommen darin zu Wort. "Zwei aufrüttelnde Tondokumente `aus dem Minen- und Dornenfeld der Asylpolitik`", so die Begründung der Jury. Anerkennung soll mit dieser Auszeichnung auch der Arbeit der Redaktion des Journal Panorama ausgesprochen werden, die mit ihrer Themenauswahl regelmäßig jenes journalistische Engagement beweist, für das der Leopold-Ungar-Medienpreis steht.

Mit überzeugenden Fakten kämpft auch Wolfgang Machreich in seiner von der Jury des Prälat-Leopold-Ungar-Medienpreises ausgezeichneten Artikelserie "Flüchtlinge: Fairness statt Vorurteile" gegen Intoleranz und Engstirnigkeit. Besonders beeindruckend erschien der Jury dabei die gekonnte Vielfalt der journalistischen Zugangsweisen und Blickpunkte. "Damit gelingt Machreich ein umfassender Blick auf das Leben von Flüchtlingen in Österreich und eine ebenso kritische wie kompetente Auseinandersetzung mit dem Thema Asylpolitik", so die Jury.

Mit Andrea Puschl zeichnet die Jury eine Fernseh-Journalistin aus, die bereits im Vorjahr für den Leopold-Ungar-Medienpreis nominiert war und die heuer mit ihren von hoher Qualität und eindrucksvollem persönlichen Engagement geprägten Beiträgen endgültig überzeugen konnte. "Mit ihren Dokumentationen unterstreicht die Preisträgerin nicht nur die bemerkenswerte Bandbreite der von ihr aufgegriffenen sozialen Themen. Sie beeindruckt darüber hinaus mit ihrer hohen Sensibilität und ihrem tiefen Respekt für die von ihr dokumentierten Schicksale", so Dolores Bauer für die Jury.

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