Kickl: Leidet Scheuch unter schwerster politische Amnesie?

Haider traf sich bereits im Juli 2002 mit Vertretern des Vlaams Blok

"Offenbar leidet Herr Scheuch unter schwerster politischer Amnesie" vermutet FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. "Denn anders ist die künstliche Empörung des Orangensprechers über das Parteientreffen am vergangenen Wochenende nicht zu erklären."

Scheuch möge in sich gehen und sich daran erinnern, daß sich sein "visionärer" Obmann Jörg Haider bereits am 25./26. Juli 2002 mit Vertretern des Vlaams Blok und der Lega Nord getroffen habe. Die Einladung zu diesem Treffen sei von Haider persönlich ausgegangen. Haider habe auch gesagt, daß die FPÖ mit dem Vlaams Blok "sehr viele parallele Positionen, was die Zu- und Einwanderungspolitik betrifft", habe. "Gewiß spielte der jetzige Orangensprecher damals noch keine Rolle in der Bundespolitik - was er auch heute nicht tut - , aber den Aussagen seines Landeshauptmanns wird er wohl doch auch zu dieser Zeit schon ehrfürchtig gelauscht haben. Es gibt wohl keinen anderen, der ehrfurchtsvoller und kritikloser an den Lippen Haiders hängt als der Bündnissprecher. Und eine Empörung des Herrn Scheuch ist mir nicht erinnerlich. Wenn es damals richtig war, sich nicht zu empören, warum sollte dann heute das Gegenteil richtig sein? Die Probleme haben sich schließlich seit damals verschärft."

Kickl betrachtet es als demokratiepolitische Selbstverständlichkeit, wenn sich "Parteien, die in das demokratische Spektrum gehören und durch eindrucksvolle Wahlergebnisse von den Bürgern legitimiert sind, an einen Tisch mit uns setzen und gemeinsam mit uns über Lösungen für die drängenden Probleme Europas nachdenken. Daß es davon genügend gibt, zeigt das Beispiel Frankreich. Mit dem bedeutungslosen BZÖ setzt sich niemand mehr zusammen, außer Wolfgang Schüssel, der die orangen Sesselkleber für den Erhalt seines Kanzlersessels braucht."

Scheuchs Kritik an Strache bezeichnete Kickl als symptomatisch für den Zustand des BZÖ: Es habe sich bei den Orangen eine Mischung aus Verzweiflung, Frustration und Aggression breitgemacht. In dieser Notlage greife Scheuch zu persönlichen Untergriffen, die nicht "fünftklassik" (sic!), sondern im wahrsten Sinne des Wortes letztklassig seien.

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