Matznetter kritisiert Grasser: Nur Großkonzerne und Großaktionäre profitierten von Grassers Politik

Matznetter bekräftigt Gusenbauer-Vorstoß über Heranziehen von "Trittbrettfahrern" für Sozialabgaben

Wien (SK) - "Weder die Niedrigstverdiener, die keine Steuern
zahlen, noch der Mittelstand in Österreich haben von der Steuersenkung, von der Finanzminister Grasser so gerne redet, profitiert", kritisierte heute SPÖ-Finanzsprecher Christoph Matznetter. Faktum sei, dass es nur zwei Gruppen von Profiteuren der Steuerentlastung gibt: "Einerseits sind es die Großkonzerne, die von der Senkung der Körperschaftssteuer und vom Gruppenbesteuerungsprivileg profitieren. Andererseits sind es die Großaktionäre, die nämlich, wenn es sich um eine Gesellschaft oder eine Stiftung handelt, gar keine Steuer zahlen, und wenn es sich um Einzelpersonen handelt, durch das Grasser'sche Wirken nur noch 43 statt 50 Prozent Steuer zahlen müssen", so Matznetter am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Matznetter unterstützt deshalb die Forderung von SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer, "Trittbrettfahrer" mit Höchsteinkommen zur Finanzierung des Sozialsystems heranzuziehen. ****

Karl-Heinz Grasser, "dem es nur darauf ankommt, den Superreichen zu gefallen", mache nur eine Politik, die den Großaktionären Steuersenkungen und Großkonzernen Steuerfreistellungen bringt, "aber dem Mittelstand und den Kleinverdienern genau nichts bringt", so der SPÖ-Finanzsprecher. Damit gebe es in Österreich eine Situation, dass die Leistungsträger des Mittelstandes, z.B. bei einem Einkommen von 3.300 Euro brutto im Monat, mehr Steuern und Abgaben (Lohnsteuer und Sozialversicherung) zahlen müssen als der Aktionär oder der Bankgeneraldirektor mit Millionen-Gage.

"Daher hat Alfred Gusenbauer mit seinem Vorstoß völlig recht, die 'Trittbrettfahrer' mit Höchsteinkommen in die Finanzierung der öffentlichen Aufgaben und der sozialen Sicherheit einzubeziehen, um die Belastung des Mittelstandes und des unteren Einkommensdrittels zu senken. Wir müssen endlich den Faktor Arbeit entlasten. Dazu müssen auch Großverdiener und Wohlhabende auf einen Teil ihrer Privilegien verzichten", so Matznetter abschließend. (Schluss) ah

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