Was können die zukünftigen Bakkalaureats-Absolvent/inn/en der WU?

Badelt: Vorteile des Bakkalaureats: kürzere Ausbildungszeiten, weniger Drop-outs und internationale Attraktivität - Leitl: Bakkalaureat erfüllt die Bedürfnisse der Wirtschaft

Wien (PWK864) - Mit dem Wintersemester 2006/07 stellt die WU ihr komplettes Studienangebot auf das dreigliedrige Studiensystem (Bachelor, Master und Doktorat-/PhD-Stufe) um. Ab dann wird die WU zwei Bakkalaureatsstudien anbieten, eines aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie eines aus Wirtschaftsrecht. Sie sind als fundierte betriebswirtschaftliche Vorbildung für den Berufseinstieg gedacht und orientieren sich an den geänderten Anforderungen des heimischen Arbeitsmarktes.

Aus diesem Grund stellen die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Wirtschaftsuniversität Wien am 15. November 2005 im Rahmen einer Info-Veranstaltung den Personalverantwortlichen der heimischen Wirtschaft und Verantwortungsträger/inne/n aus den Bereichen Wirtschaft und Bildung das Bakkalaureats-Portfolio der WU vor.

Eines der wichtigsten Ziele der so genannten "Bologna-Erklärung" ist es, bis 2010 EU-weit ein einheitliches, dreigliedriges Studiensystem umzusetzen, dessen Abschlüsse weltweit leichter vergleichbar sind.

An der WU werden daher die bisherigen Diplomstudien ab dem Wintersemester 2006/07 durch zwei berufsqualifizierende Bakkalaureatsstudien ersetzt. Sie dauern 3 Jahre (6 Semester) und schließen mit dem akademischen Grad "Bakkalaureus" bzw. "Bakkalaurea" ab.

"Die Ziele des Bakkalaureats sind kürzere Ausbildungszeiten, weniger Drop-outs, internationale Attraktivität sowie eine gesunde Mischung von Grundlagen- und Anwendungswissen", fasst Univ.Prof. Dr. Christoph Badelt als Rektor der WU die Neuerung zusammen: "Ich bin daher überzeugt, dass die Bakkalaureae und Bakkalaurei als neue Form von Wirtschaftsakademiker/inne/n am Arbeitsmarkt überzeugen werden."

Das Bakkalaureats-Portfolio der WU bietet Programme, die international anschlussfähig, wissenschaftlich qualifizierend und am Arbeitsmarkt nachgefragt sind. Dank der neuen dreigliedrigen Studienarchitektur werden heimische Studierende immer öfter ihr an der WU erworbenes Bakkalaureat etwa durch ein Masterstudium in China oder in den USA ergänzen. Umgekehrt werden auch ausländische Studierende die WU für ihr Master-, Doktorats- bzw. PhD-Studium wählen. "Dies erhöht die internationale Ausrichtung der WU und des Wirtschafts- und Wissensstandortes Österreich", ist WKÖ-Präsident Christoph Leitl überzeugt. "Mit dem Bakkalaureat beginnt ein neues Zeitalter maßgeschneiderter Hochschulstudien. Die konkreten Bedürfnisse der Wirtschaft sind dabei der zentrale Ausgangspunkt."

Mit der Umstellung der WU werden nahezu 100% der kommenden Wirtschaftsakademiker/innen mit einem Bakkalaureat abschließen. "Mit den neuen Studien stehen der Wirtschaft rascher als bisher gut ausgebildete Arbeitskräfte zur Verfügung. Mit den neuen Studien werden Hochschulabsolvent/inn/en auch für die Klein- und Mittelbetriebe attraktiver", führt Leitl weiter aus. Die österreichische Wirtschaft brauche auf breiter Ebene jene gestufte Studienstruktur, die im Bologna-Prozess vorgegeben ist. "Dem WKÖ-Ziel, bis 2010 mindestens 50 Prozent der bisherigen Studiengänge auf Bakkalaureat-Studien umzustellen sind wir mit der Umstellung bei der WU Wien einen wesentlichen Schritt näher" so Leitl. Bestehende wirtschaftsnahe Diplomstudiengänge sollten nur in wenigen Ausnahmefällen erhalten bleiben.

Die Wirtschaft ist hier gefordert aktiv mitzuwirken, da die Unternehmer/innen sowohl in ihrer Rolle als Dienstgeber/innen von Hochschulabsolvent/inn/en als auch Auftraggeber/innen und Partner/innen in der Forschung maßgebliche Abnehmer/innen universitärer Dienstleistungen sind. Die Wirtschaft muss in einem intensiven Dialog mit den Hochschulen klare Positionen beziehen, um die nötige Orientierung zu geben. Das gemeinsame Ziel ist es, wirtschaftliche und wissenschaftliche Spitzenleistungen zu erhalten und weiter auszubauen. (Ne)

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