Ackerl: Zuständige Ministerin scheint zu schlafen

Tag der Kinderrechte: Kinderfreunde mahnen Regierung, Nationalen Aktionsplan umzusetzen

Wien (SK) - "Wir verlangen von der Bundesregierung, dass sie sich ernsthaft mit den eigenen Beschlüssen auseinandersetzt und die Lage der Kinder in Österreich verbessert", so der Bundesvorsitzende der Österreichischen Kinderfreunde, Landesrat Josef Ackerl am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz zum Tag der Kinderrechte. Vor bald einem Jahr sei in Österreich ein Nationaler Aktionsplan für Kinderrechte beschlossen worden - es fehle aber jeglicher Plan zur Umsetzung, so die Kritik Ackerls. ****

Die Kinderfreunde setzen sich aktiv für die Kinderrechte, ihre Bekanntwerdung und Umsetzung ein und haben sich anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November auch dieses Jahr eine österreichweite Aktion einfallen lassen, die vor allem die Erwachsenen und EntscheidungsträgerInnen daran erinnern soll, dass Kinder Rechte haben.

"Das Motto unserer diesjährigen Aktion lautet: Denk' dran - Kinder haben Rechte - MARKIERUNGEN 05 - Kinder markieren den öffentlichen Raum! Das bedeutet, dass mehr als 350 Schulklassen, Kinder und Jugendgruppen in ganz Österreich eigene Konzepte ausgearbeitet haben, wie sie in ihrer Stadt oder ihrem Ort die Erwachsenen daran erinnern wollen, dass Kinder Rechte haben und diese leider viel zu oft nicht eingehalten werden", erklärte die Projektleiterin, Daniela Pruner.

Nötig seien solche Aktionen, so Ackerl, weil sich die Bundesregierung nicht ernsthaft um ihre eigenen Vorgaben im Nationalen Aktionsplan kümmern würde. "Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssten im Nationalrat beschlossen werden", sagte Ackerl, der auch darauf verwies, dass die reale Entwicklung den Plänen und Wünschen oft diametral entgegengesetzt sei. Bei den Fragen der familiengerechten Kinderbetreuung aber auch in Fragen der Bildung und Chancen für Kinder und Jugendliche würde sich zeigen, dass die Regierung nicht ausreichend handeln würde. "Die Lage der Kinder in Österreich hat sich leider eher verschlechtert. Man hat den Eindruck, dass die zuständige Ministerin schläft", so Ackerl angesichts der dramatischen Zahlen bei den Jugendarbeitslosen. Als eine wichtige Forderung der Österreichischen Kinderfreunde nannte Ackerl abschließend die Aufnahme der Kinderrechtskonvention in die Verfassung. (Schluss) js/mp

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