"Bildung zwischen Staat und Markt"

2. Internationales Alfred Dallinger Symposium vom 21. - 23. November 2005 in Wien

Wien (OTS) - Vom 21.- 23. November 2005 findet heuer das 2. Internationale Alfred Dallinger Symposium in den Räumlichkeiten der AK Wien, Theresinumgasse 16- 18, 1040 Wien, statt.

Das vom Pädagogischen Institut des Bundes in Wien in Kooperation mit der AK Wien, der GPA, dem ÖGB, dem Verband Wiener Volksbildung und Wiener Vorlesungen - das Dialogforum der Stadt Wien veranstaltete Symposium soll zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Grundfragen unseres Bildungswesens beitragen.

Neoliberalismus versus Wohlfahrtsstaat

Demokratie und Wohlfahrtsstaat sind die zentralen Voraussetzungen für die Sicherheit der Menschen. Untrennbar mit Fragen des Sozialstaats sind Fragen des Bildungswesens verbunden und können nicht losgelöst betrachtet werden.

Bildungsprozesse sind heute wie viele andere Politikbereiche in der westlichen Welt von den Strömungen des Neoliberalismus bestimmt. Daher stellt sich zu Recht die Frage: "Wie viel Bildung kann bzw. soll sich der Staat leisten?" und "Wer garantiert allen Bürger/innen das gleiche Recht auf bestmögliche Bildung?"

Chancengerechtigkeit in einer globalisierten Welt

Im Sinne einer gerechten und sicheren Gesellschaft für alle fordert Dr. Gerhard Schmid, Direktor des Pädagogischen Instituts des Bundes, gerade in Zeiten des steigenden Leistungsdrucks und wirtschaftlichen Wettbewerbs bestmögliche Bildung für alle.

Er stehe für eine (Aus-)Bildung, die die Schüler/innen adäquat auf ihr künftiges (Berufs-)Leben vorbereite und plädiere für einen integrativen Bildungsbegriff statt einer klaren Trennung in allgemeine und berufliche Bildung.

Alternativen zu einer globalisierten Welt

Hervorragende Wissenschaftler aus dem In- und Ausland setzen sich anlässlich des Alfred Dallinger Symposiums kritisch mit der Rolle des Staates im Bildungswesen auseinander:

  • Alessandro Pelizzari: "Fit für den globalen Markt? - Die Ökonomisierung der Bildungspolitik"
  • Oskar Negt: "Arbeit, Bildung und menschliche Würde"
  • Ewald Nowotny: "Alternativen zur globalisierten Ökonomie"
  • Claudia von Werlhof: "Alternativen zur globalisierten Ökologie"
  • Ferdinand Lacina: "Alternativen zur globalisierten Politik"
  • Carl Tham und Karlheinz Gruber: "Bildungssysteme zwischen Staat und Markt"

Nach Dallingers Motto "Wer nicht den Mut zum Träumen hat, hat nicht die Kraft zum Kämpfen" entwickeln interessierte Teilnehmer/innen unter Einbeziehung moderner Methoden (Open Space, Fishbowl) ihre eigenen Visionen von Bildung.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Alexandra Schrutz
Pädagogisches Institut des Bundes in Wien
Grenzackerstraße 18, 1100 Wien
Tel: 0664-80118-4324
alexandra.schrutz@pib-wien.ac.at

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