ES WERDE LICHT

Morgen tritt Lichtfahrgebot in Kraft - KfV: Licht am Tag ist eine kosteneffiziente Maßnahme und rettet jährlich 30 Menschenleben

Wien (OTS) - Fahrzeuglenker tappen nicht länger im Dunkeln: Ab morgen, 15. November, herrscht Lichtpflicht auf Österreichs Straßen. "Es ist sehr erfreulich, dass nach fast zwanzigjähriger Diskussion auch Österreich diesen einfachen, aber effektiven Schritt in Richtung mehr Verkehrssicherheit macht", betont Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Gesetzeskonform sind ab morgen alle unterwegs, die mit Abblendlicht fahren oder über spezielle Tagfahrleuchten verfügen, die sich automatisch mit dem Betätigen der Zündung aktivieren. Zur Kasse gebeten werden Lichtmuffel erst ab 15. April 2006. Dann sind beim Ignorieren der Lichtpflicht 15 Euro fällig. "Ich bin zuversichtlich, dass auch die bisherigen Gegner in der Praxis bald die Vorteile von Fahren mit Licht am Tag erkennen werden. Gerade im Herbst, wenn Nebel und Dämmerung vorherrschen, ist offensichtlich, was für einen wertvollen Beitrag Licht am Tag zur Verkehrssicherheit leistet", erläutert Thann. Im Sommer ist die Verwendung von Licht am Tag anfangs schwer zu begreifen: Mit genügend Aufmerksamkeit, könnte man meinen, sieht man doch die anderen Verkehrsteilnehmer im Tageslicht. Doch untertags ist weniger das Sehen als das Gesehen werden ein Problem: Bei blendendem Gegenlicht, tief stehender Sonne, hügeligem Straßenverlauf, eintöniger Landschaft oder Wechselspiel von Licht und Schatten im Wald sind Fahrzeuge ohne Licht unter Umständen erschwert sichtbar.

Licht am Tag rettet Leben und spart Steuergelder

30 Menschenleben werden durch Licht am Tag jährlich gerettet - es könnte auch das Leben eines Skeptikers von Licht am Tag sein. Wer sich davon noch immer nicht überzeugen lässt, sondern mit Blick in die eigene Geldbörse alle Argumente für Licht am Tag verwirft, sollte sich darüber klar sein: Licht am Tag spart Steuergelder.
Allein die Rettung von 30 Menschenleben pro Jahr bringt eine volkswirtschaftliche Ersparnis von rund 30,2 Millionen Euro an Unfallfolgekosten mit sich. Hinzu kommen die reduzierten Kosten für Personenschäden: Ein Schwerverletzer schlägt im Staatshaushalt mit ca. 54.500 Euro, ein Leichtverletzter mit ca. 4.600 Euro zu Buche (Ergebnis der Österreichischen Unfallkosten- und Verkehrssicherheitsrechnung Straße, bezogen auf 2005).

Auch die Studie "Daytime Running Lights", die im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt wurde, bewertet Licht am Tag als sehr kosteneffiziente Maßnahme, die konservativen Schätzungen zufolge durchschnittlich bis zu zweimal mehr bringt als sie kostet. Eine Studie vom Verkehrsforschungszentrum der Tschechischen Republik kommt speziell für Österreich sogar auf den Faktor 3,6. Einem investierten Euro stehen also 3,60 Euro gegenüber, die durch Licht am Tag an Unfallfolgekosten eingespart werden. "Wenn man Kosten und Nutzen gegenüberstellt, zeigt sich, welche Summen der Verzicht auf Licht am Tag in den letzten zwei Jahrzehnten verschlungen hat. Hinzu kommt das menschliche Leid, das in Kosten-Nutzen-Gegenüberstellungen zwar berücksichtigt, niemals aber wieder gut gemacht werden kann", sagt Thann.

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Wien, 14.11.2005

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