Medizinische Top-Versorgung für alle

Information unserer Kunden über die Leistungen der Kasse im Jahr 2004

St. Pölten (OTS) - In einem persönlichen Brief informierte die NÖGKK - dem gesetzlichen Auftrag entsprechend - bereits zum zweiten Mal rund 800 000 Kunden über medizinische Leistungen, die diese 2004 auf Kosten der Kasse in Anspruch genommen haben. Als Beitrag zur Erhöhung der Kostentransparenz wurden heuer erstmalig auch die Spitalsaufenthalte mit einem pauschalierten Tagsatz monetär dargestellt.

Die Leistungsinformation wird vom überwiegenden Teil der Kunden begrüßt, hat eine Umfrage des Fessel-GfK-Institutes ergeben. Dennoch erreichten die NÖGKK auf Grund dieses Schreibens einige Anfragen. Ein Hauptthema: Das vermeintliche Missverhältnis zwischen eingezahlten Beiträgen und beanspruchten Leistungen. Oft deshalb, weil der Krankenversicherungsbeitrag irrtümlich mit dem gesamten Sozialversicherungsbeitrag gleichgesetzt wird. Tatsächlich verbleiben der NÖGKK von jedem Euro Sozialversicherungsbeitrag nur 18 Cent. Die NÖGKK hebt jedoch, um Synergien zu nutzen und Verwaltungskosten zu sparen, die restlichen 82 Cent für andere Versicherungszweige (Pensionsversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung etc.) ein und leitet diese weiter.

Dennoch bemerken vor allem junge und gesunde Menschen sehr oft einen persönlichen "Beitragsüberschuss" - und stellen damit das System der Pflichtversicherung in unserem Gesundheitswesen in Frage. Dieses System basiert auf dem Grundsatz der Solidarität, wonach jüngere Menschen mit ihren Beiträgen die Behandlungskosten älterer Personen finanzieren, weil diese oft mehr und aufwändigere medizinische Behandlungen benötigen. Der Gesunde hilft dem Kranken, der Besserverdienende dem Finanzschwächeren. Nur dieses auf Solidarität beruhende System kann gewährleisten, dass jeder, der eine medizinische Betreuung benötigt, diese auch in guter Qualität bekommt. Dem österreichischen Gesundheitswesen sind Einschränkungen notwendiger Leistungen oder gar ein ungleicher Zugang zu medizinischen Leistungen fremd. Europäische Vergleiche der Gesundheitssysteme zeigen, dass dies nicht selbstverständlich ist. Daher steht das Prinzip der solidarischen Leistungsaufbringung auch in den aktuellen Reformdiskussionen stets außer Frage. Denn nur durch die Verpflichtung aller zur Zahlung der Beiträge je nach Einkommenshöhe ist auch der gleiche Zugang zur Gesundheit für alle zu gewährleisten.

Die höchsten Krankheitskosten fallen zumeist in den letzten Lebensjahren eines Menschen an - Kosten, die von einer Einzelperson oder auch im Familienkreis nicht aufzubringen wären. Ein Irrtum ist es jedoch zu glauben, dass junge Menschen "eh nichts kosten". Ein Blick auf die Leistungsseite zeigt, dass bereits bei der Geburt Kosten von fast 6000 Euro anfallen - von der Entbindung über Auszahlung von Wochengeld bis hin zu den Untersuchungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes. Und schließlich ist niemand vor Krankheit gefeit - doch hier garantiert unser Gesundheitssystem, dass zum persönlichen Leid nicht auch noch unbewältigbare finanzielle Sorgen kommen.

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NÖ Gebietskrankenkasse, Öffentlichkeitsarbeit
Frau Dr. Elisabeth Heinz
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