Schönborn: Christen müssen Auftrag zur Mission ernst nehmen (2)

Tausende bei Gottesdienst und Prozession

Lissabon (KAP) - =

Mit mehreren Tausend Gläubigen aus zahlreichen
Ländern feierte Kardinal Schönborn am Samstag einen großen Mariengottesdienst
in der Kirche der UNESCO-Weltkulturerbe-Stätte Mosteiro dos Jeronimos. In seiner Predigt bezeichnete Kardinal Schönborn Maria als "Morgenstern fuer die neue Evangelisierung"; die Stadtmissionen in den europäischen Hauptstädten sind als Grossimpulse zur Neuevangelisierung konzipiert.

Der Kardinal sagte, Missionare seien in die ganze Welt gegangen, weil sie vom Leid und der Ungetröstetheit der Menschen berührt waren. Schönborn berichtete von einem diesbezüglichen Erlebnis, dass er vor fast 30 Jahren in Hong Kong hatte, das ihm aber seither nicht mehr aus dem Kopf gehe.

Im Blick auf die portugiesischen Missionare zitierte der Wiener Erzbischof seinen Lissaboner Amtskollegen Kardinal Jose Policarpo da Cruz. Das kleine Portugal habe "500 Diözesen in der ganzen Welt initiiert". Es handle sich um jene Ortskirchen, die aus der portugiesischen Missionstätigkeit hervorgegangen sind.

Am Anfang der grossen Missionsbewegung sei Jesus mit seiner Sendung gestanden, "die verlorenen Kinder Gotts zu sammeln", erinnerte der Kardinal: "Gott möchte alle Menschen in seiner Familie zusammenfuehren".

Das Jeronimos-Kloster im Lissaboner Hafenviertel Belem ist Symbol der Weltmachtzeit Portugals. Der Grundstein der monumentalen Anlage wurde von König Manuel I. im Jahre 1501 gelegt. Die spätgotische Kirche ist eines der beruehmtesten Denkmaeler Portugals. Die Entdecker und Seefahrer Vasco da Gama, Bartolomeu Dias und Pedro Alvares Cabral beteten in der Kirche am Hafen, bevor sie mit ihren Karavellen in die Weltmeere segelten. In der Jeronimos-Kirche befinden sich auch die prunkvollen Grabmäler von Vasco da Gama und dem portugiesischen Nationaldichter Luis de Camoes. (Forts.mögl.)

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