Frais: Spitzenfunktionen beim Land OÖ - VP-Personalnetz kennt keine Löcher

Grüne auf schwarzem Auge offenbar blind

Linz (OTS) - Weiterhin groß ist der Unmut in Oberösterreich nach den Postenbesetzungen beim Land OÖ, bei denen ausschließlich VP-nahe Bewerber zum Zug gekommen waren.
"Es ist mehr als unglaubwürdig, dass VP-Chef Pühringer nun unter Berufung auf Entscheidungen einer in keinster Weise objektiven Kommission bei den jüngsten Besetzungen von Spitzenfunktionen im Einflussbereich des Landes seine Hände in Unschuld waschen will. Kurios wird es aber, wenn dabei die Grünen die Rolle der Verteidiger übernehmen und der SP parteipolitisches Denken vorwerfen wollen. Offenbar haben sie das VP-System bei Postenbesetzungen nicht durchschaut oder wollen es bewusst nicht wahrnehmen. Anschober und Trübswasser ergehen sich lieber in unqualifizierten und persönlichen Angriffen auf die SP, die an den Kernfragen objektiver Postenbesetzungen völlig vorbei gehen", kritisiert Karl Frais, SP-Klubobmann im OÖ. Landtag.

Ginge es nach den Grünen, dann würden offenbar nur mehr VP-nahe Bewerber über die erforderlichen Qualitäten für Spitzenfunktionen im Landesdienst verfügen. Alle anderen Bewerber wären ständig ungeeignet. Egal ob bei Bezirkshauptleuten, im Präsidium oder bei den Bezirksschulinspektoren, nach den Grünen gäbe es keinen anderer qualifizierten Bewerber, der nicht der VP nahe stünde. Trübswasser und Anschober machten sich dabei zu willenlosen Verteidigern des VP-Machtnetzwerks.

Dabei sei die Taktik Pühringers und seiner VP völlig klar. Das Hochsicherheitsnetzwerk der VP-Kontaktleute erledige die Vorarbeiten in Personalfragen und gehe immer nach dem gleichen Personalsicherungssystem der VP vor, ergänzte Frais:

In der Phase 1 werden bereits lange vor den Postenbesetzungen nur mehr VP-nahe Personen im Umfeld der zu vergebenden Spitzenfunktionen in Stellung gebracht, so dass so gut wie gar keine anderen Bewerber mehr vorhanden sind.

In der Phase 2 werden potentielle Kandidaten, die nicht der VP nahe stehen und alle Voraussetzungen für die Funktionen erfüllen würden, systematisch schlecht gemacht und abqualifiziert

In Phase 3 agiert eine so genannte Objektivierungskommission, in der immer eine sichere VP-Mehrheit besteht. Man scheut dabei sogar nicht davor zurück, VP-Vizebürgermeister als externe, unabhängige Berater verkaufen zu wollen. Damit ist immer eine Kommissionsentscheidung garantiert, die den VP-Vorstellungen entspricht.

"Das sich in so einem System viele geeignete KandidatInnen gar nicht mehr bewerben ist evident und sollte sogar den Grünen mittlerweile einleuchten. Dieser VP-Personaltrichter garantiert gepaart mit der Scheinobjektivierung, dass die Ergebnisse der Auswahlverfahren immer schon im Vorfeld feststehen. Damit ist den Menschen und dem Land OÖ nicht geholfen. Die SP tritt dafür ein, dass dieses ungeeignete Modell durch eine echte Objektivierung ersetzt wird, bei der auch die Belegschaftsvertretung wieder mitbestimmen kann", ist für Frais klar.

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