Tourismusgewerkschaft begrüßt Kürzung des Saisonierkontingents

Kaske: "Nicht drohen, Arbeitsbedingungen verbessern"

Wien (HGPD/ÖGB) - "Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung", lobt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) die heute von Wirtschaftsminister Bartenstein angekündigte Kürzung des Wintersaisonierkontingents um 10 Prozent. Um eine nachhaltige Beschäftigung von In- und AusländerInnen zu sichern, seien jedoch weitere Schritte notwendig. Kaske: "Auch wenn das Saisonierkontingent gesenkt wird, gibt es genügend Bedrohungspotential für den heimischen Arbeitsmarkt, wie z.B. illegale Beschäftigung, Grenzgänger- und Praktikanten-Abkommen." Die Drohung des Ministers gegen Arbeitssuchende, die offene Stellen über Berufs- und Landesgrenzen hinweg nicht annehmen, schärfer vorzugehen, weist der HGPD-Vorsitzende entschieden zurück.++++

"Wenn die Wirtschaft ordentliche Rahmenbedingungen, zumutbare Arbeitszeiten und anständige Löhne bietet, wird es genügend ArbeitnehmerInnen geben, die im Tourismus arbeiten wollen", ergänzt Kaske. Billiglöhne, überlange Arbeitszeiten und schlechte Rahmenbedingungen führten hingegen zum raschen Verlassen der Branche. "Nicht drohen, sondern bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen sind angesagt", schließt Rudolf Kaske.(kk)

ÖGB, 11. November
2005 Nr. 636

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