MigrantInnenkinder - bei fünf zurück an die Grenze?

aks spricht sich vehement gegen Sitzenbleiben-Passus im StaatsbürgerInnenschaftrecht aus

Wien (SK) - Der momentane Entwurf zum
StaatsbürgerInnenschaftsrecht ist für die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) einmal mehr ein Beweis für die menschenverachtende Politik der österreichischen Bundesregierung. "Zwar wurde der "Sitzenbleiben-Passus" abgeändert und entschärft, trotzdem ist eine Verknüpfung zwischen Schulleistungen und Erwerb der Österreichischen StaatsbürgerInnenschaft, unmenschlich. Schulnoten haben erwiesenerweise kaum Aussagekraft. Diese jetzt über etwas derart wichtiges im Leben vieler Kinder entscheiden zu lassen, bedeutet im Bereich der schulischen Integration ein Schritt zurück", so Ingrid Gogl, Bundesvorsitzende der aks. ****

Die laut Gogl ohnehin schon miserable Integrationspolitik der Regierung würde durch diese Änderung nur noch einen Schritt lächerlicher. "Es stellt sich die Frage was Liese Prokop und Konsorten unter Integration verstehen. MigrantInnenkinder, die es in unserem selektiven Bildungssystem ohnehin schon schwer genug haben, weitere Steine in den Weg zu legen und den Druck auf die SchülerInnen zu erhöhen, verstärkt nur einmal mehr das Bild eines Gegeneinanders in unseren Schulen."

"Wir alle sollten es uns als Ziel setzen, Integration zu leben und uns gerade in der Schule für Förderung für ALLE einzusetzen. Zwang, Druck und Angstmacherei verschlechtern nur die Situation von allen Beteiligten", schließt die aks-Vorsitzende. (Schluss) up/mp

Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks-Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42

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