Krainer: Regierung muss vehement gegen Bau neuer Atomkraftwerke auftreten

Atomkraft darf in Europa keine Zukunft haben

Wien (SK) - SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer bekräftigte heute seine Forderung, die Gefahren der Atomkraft zu einem zentralen Thema der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft zu machen. Anlass sind Wortmeldungen des italienischen Regierungschefs Berlusconi, in denen dieser sich für den Bau neuer Atomkraftwerke in Europa stark macht. "Spätestens seit Tschernobyl ist hinlänglich bekannt, wie gefährlich Atomkraft ist. Einem Wiederaufleben dieser Energieform, dem leider von immer mehr Ländern in Europa das Wort geredet wird, muss daher seitens der österreichischen Bundesregierung mit Vehemenz entgegengetreten werden", betonte der SPÖ-Umweltsprecher am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Es sei zwar erfreulich, so Krainer weiters, dass Minister Pröll nun angekündigt hat, die Anti-Atom-Politik zu einem Schwerpunkt der heimischen Ratspräsidentschaft machen zu wollen. Der SPÖ-Umweltsprecher gab zugleich aber auch zu bedenken, dass massive Zweifel an Prölls Glaubwürdigkeit anzumelden sind. Krainer verwies in dem Zusammenhang darauf, dass Pröll etwa gegen den eindeutigen Bruch des Melker Abkommens bis heute bei der tschechischen Regierung keinen Protest eingelegt hat und diesen permanent wortreich wegredet. Zudem sei die ÖVP immer nur aus parteitaktischen oder populistischen Gründen gegen Atomkraftwerke aufgetreten. Auf europäischer Ebene stimmen die ÖVP-Abgeordneten im Europäischen Parlament immer wieder für die Interessen der Atomlobby. "Es ist zu hoffen, dass uns Pröll endlich einmal positiv überrascht und sein Versprechen auch einhält. Denn Atomkraft darf keine Zukunft haben", unterstrich Krainer abschließend. (Schluss) ps

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0016