Glawischnig: Atomlobby rüstet auf, Pröll schaut wie immer tatenlos zu

ÖVP muss Schüssel-Freund Berlusconi energisch begegnen - Prölls Mängelliste in Anti-Atom-Politik wird täglich länger

Wien (OTS) - "Rund um Österreich rüstet die Atomlobby auf. Und BM Pröll macht sich’s weiterhin auf seinem Regierungssesserl gemütlich, schaut den AKW-Plänen seelenruhig zu und macht wieder einmal nichts", kritisiert die stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, heftig zum wiederholten Male die Ignoranz und Inaktivität in der Anti-Atom-Politik seitens der Bundesregierung. Gestern machte sich Italiens Regierungschef und Schüssel-Freund Berlusconi für neue Atomkraftwerke stark. "Nachdem nach ÖVP-Angaben insbesondere BK Schüssel prächtige Kontakte zu Berlusconi hat, sollte es ein Leichtes sein, hier tatkräftig einzuschreiten und den Atom-Plänen energisch zu begegnen", so Glawischnig.

"Pröll verweigert konsequent jegliches Engagement, egal ob auf bilateraler oder auf europäischer Ebene. Prölls Mängelliste wird täglich länger: Kein klares Nein gegen das Atomendlager in der Schweiz, keine Aktivität gegen die AKW-Wiedereinstiegpläne der ÖVP-Schwesterpartei in Deutschland, keine Aktivität Richtung Berlusconi, totaler Bruch des Melker Abkommens mit Tschechien, Null-Engagament beim slowakischen AKW Mochovce, beim ungarischen AkW Paks und beim slowenischen AKW Krsko. Was muss eigentlich passieren, dass Pröll und Schüssel endlich was tun?", ergänzt Glawischnig.

Glawischnig betont einmal mehr, die Notwendigkeit einer Kehrtwende in der Energiepolitik, wie die Grünen sie seit langem fordern. "Es gibt sinnvolle Alternativen, die Arbeitsplätze bringen. Wir haben in Österreich ein Riesenpotential an Know-how und Expertise am Alternativenergiesektor. Warum die ÖVP nach wie vor sehenden Auges in die Energie-Sackgasse marschiert, ist mit vernünftigen Argumenten nicht nachzuvollziehen", so Glawischnig. Die Grünen stellen ihre Forderung nach einer Energiewende auch ins Zentrum des Bundeskongresses, welcher morgen in Innsbruck beginnt.

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