Tempo 160 - Kräuter fordert Einstellung der Vorbereitungsarbeiten

250 Millionen Euro neue ASFINAG-Schulden für Raserei eingeplant

Wien (SK) - Im Zusammenhang mit dem gescheiterten
160-Tempo-Projekt von Vizekanzler Hubert Gorbach fordert SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter die sofortige Einstellung der Vorbereitungsarbeiten. Als Voraussetzung für die Tempobolzerei müssten so genannte Verkehrsbeeinflussungsanlagen, das sind Überkopfanzeiger mit steuerbaren Informationen, installiert werden, um "grünes Licht" für Tempo 160 zu geben. Kräuter: "Die Kosten der insgesamt sechs geplanten Anlagen betragen 250 Millionen Euro, eine Summe, die über weitere Verschuldungen der 100 Prozent im Staatsbesitz befindlichen ASFINAG aufgebracht werden soll. Obwohl nun definitiv nicht einmal eine Teststrecke und keinerlei politische Bereitschaft der Landeshauptleute besteht, Tempo 160 in ihrem Gebiet zu akzeptieren, will Gorbach seinen unmittelbar Menschenleben gefährdenden Tempowahnsinn durchsetzen." ****

Die sich wiederholenden Gorbach-Ausflüchte, mit den Überkopfanzeigen seien auch Wetter- und Stauinformationen geplant, bezeichnet Kräuter als lächerlich: "Erstens werden derartige Informationen kostenlos über alle Radiosender permanent angeboten, zweitens ist Gorbachs scheinheilige Sorge um die Verkehrssicherheit bei gleichzeitiger direkter Erhöhung der Unfallgefahr durch Raserei völlig unglaubwürdig."

Die schweren Unfälle auf Autobahnen, die in erster Linie durch Raserei verursacht werden, seien vom Jahr 2001 mit 328 Unfällen auf 435 Unfälle im Vorjahr um somit 33 Prozent gestiegen. (Schluss) ps/mp

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