aks: Schulpaket II - nichts als leere Reformen

"Gehrer vergibt laufend Chancen"

Wien (SK) - In der Debatte um das am Montag im Ministerrat beschlossenen Schulpakets II scheint sich wenig geändert zu haben. "Statt über die Sinnhaftigkeit der Nachprüfungen an sich nachzudenken, werden kleinste Änderungen in deren Organisation vorgenommen und als der große Coup verkauft", ärgert sich Ingrid Gogl, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen (aks). Die Forderung nach Abschaffung des Sitzenbleibens und Modelle für ein Modul- bzw. Kurssystem habe die aks schon zu Schulbeginn an die Öffentlichkeit getragen. ****

Auch die vieldiskutierte LehrerInnenausbildung kritisiert Gogl:
"Zwar werden die Pädagogischen Akademien zu Pädagogischen Hochschulen nun auch für PflichtschullehrerInnen, jedoch wird erneut die Chance vertan, grundlegende Veränderungen in der LehrerInnenausbildung vorzunehmen und diese endlich zu vereinheitlichen". Laut Gogl gäbe es immer noch starke Defizite in der Ausbildung der LehrerInnen, besonders im Berufsschulbereich.

"Das Schulpaket sieht zwar Förderstunden für Kinder mit migrantischem Hintergrund vor, doch leider wird weder an erstsprachlichen Unterricht gedacht, noch wird versucht, den allgemeinen Unterricht durch StützlehrerInnen integrativer zu gestalten. Auch diese Forderungen hat die aks schon vor Bekanntwerden des Schulpakets II geäußert", so Ingrid Gogl

"Dass Ministerin Gehrer ihre Ohren vor den Vorschlägen der aks verschließt, ist für uns leider nichts Neues. Doch jegliche Verbesserungsvorschläge - mit Ausnahme jener aus den eigenen Reihen -zurückzuweisen, zeugt nicht gerade von politischer Größe", so Gogl abschließend. (Schluss) ah/mp

Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003