17. Gewerkschaftstag der Chemiearbeiter

Wien (GdC/ÖGB) - Unter dem Motto "kämpfen statt resignieren - mit offensiven Strategien" ging der 17. Gewerkschaftstag der Chemiegewerkschaft in Wien über die Bühne. Die Veranstaltung fand in Anwesenheit zahlreicher prominenter Ehrengäste - mit ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und dem Präsidenten der Bundesarbeitskammer, Herbert Tumpel an der Spitze - statt. Naturgemäß standen neben den routinemäßigen Tagesordnungspunkten zahlreiche aktuelle politische Themen im Mittelpunkt.++++

So setzte sich der Vorsitzende der Chemiegewerkschaft, Wilhelm Beck, mit aktuellen Entwicklungen in den Betreuungsbereichen seiner Organisation auseinander und stellte fest, dass es trotz zahlreicher negativer Entwicklungen der Chemiegewerkschaft im Berichtszeitraum gelungen ist, für die betroffenen Arbeitnehmer positive Aspekte zu setzen.
In seinem Referat gab sich Wilhelm Beck durchaus kämpferisch und bestätigte, dass die Chemiegewerkschaft absolut für einen härteren Verteilungskampf gerüstet sei.

Im Hauptreferat behandelte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch Themen wie Globalisierung, Restrukturierung und allgemeine arbeitnehmerfeindliche Entwicklungen. Er erteilte der Politik der aktuellen schwarz-orangen Regierung eine deutliche Absage, sprach sich gegen Lohnraub in Zusammenhang mit Arbeitszeitflexibilisierung sowie indirekte Subventionen an Unternehmer aus. Auch der sogenannte "Kombilohn" ist in der angedachten Form für Fritz Verzetnitsch kein Thema.

Bei der abschließenden Wahl wurde von den über 200 stimmberechtigten Delegierten Wilhelm Beck mit überwältigender Mehrheit als Vorsitzender bestätigt, weitere Mitglieder des Präsidiums der Chemiegewerkschaft sind Peter Schaabl, Karin Bauer, Rudolf Baldinger, Josef Waldmann und Wilhelm Greuter.

ÖGB, 11. November
2005 Nr. 633

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