ÖAMTC kritisiert: Talfahrt der Preise am Rohölmarkt, aber kaum spürbare Erleichterung an den Tankstellen

Mineralölfirmen müssen günstige Einstandspreise an Konsumenten weitergeben

Wien (OTS) - Die internationalen Rohölpreise befinden sich endlich wieder auf Talfahrt, aber an den Preissäulen der österreichischen Tankstellen bewegt sich viel zu wenig. Am 1. September erreichte der Opec-Korbpreis mit 61,37 US-Dollar je Barrel seinen heurigen Höchststand, am 8. November kostete das Barrel nur mehr 52,31 US-Dollar. "Der Ölpreis ist demnach also um 14,8 Prozent nach unten gegangen", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. "Der Vorteil wurde aber kaum an die österreichischen Konsumenten weitergegeben, wie eine Spritpreisanalyse zeigt."

Am Spotmarkt Rotterdam ist der Nettopreis für Superbenzin seit seinem heurigen Höchststand um 28,3 Prozent zurückgegangen. In Österreich liegt die Reduktion nur bei 10,8 Prozent. Bei Diesel steht einer Preisreduktion um 14,6 Prozent in Rotterdam eine Senkung um 7,6 Prozent in Österreich gegenüber. "Wieder fällt auf, dass günstigere Einstandspreise von der Mineralölwirtschaft nur zögerlich an die Konsumenten weitergegeben werden", kritisiert Brugger-Brandau. "Wenn die Rohölpreise im Steigen begriffen sind, reagiert man hingegen prompt mit einer Erhöhung der Spritpreise."

Die Senkung der Richtpreise um zwei Cent für beide Spritsorten Anfang der Woche ist der ÖAMTC-Expertin jedenfalls zu wenig. "Eine neuerliche, sofortige Preisreduktion um zwei Cent ist absolut erforderlich. So kann der erste Schritt getan werden, um das Ziel -dass unsere Nettopreise dem EU-Schnitt entsprechen sollen - zu erreichen." Weitere Schritte müssen dann entsprechend der Preisentwicklung für Rohöl und Fertigprodukte auf den internationalen Märkten zügig folgen.

In der Spritpreisanalyse der ÖAMTC-Expertin ist die Berechnung für den Nettopreis von Diesel in Österreich bereits bereinigt. In den EU-Tabellen werden die Spritpreise durch einen steuerlichen Kunstgriff immer noch geschönt. Dabei wird vom tatsächlichen Bruttopreis der höhere Mineralölsteuersatz zurückgerechnet. Daraus entsteht auf dem Papier, aber nicht an der Zapfsäule ein niedrigerer Nettopreis. Das Wirtschaftsministerium hat in der letzten Monitoringsitzung zugesagt, sich um eine Bereinigung der EU-Tabellen zu kümmern. "Es darf nicht bei einem Lippenbekenntnis bleiben. Das Ziel muss ein Nettopreis auf EU-Niveau sein - und zwar fair und transparent. Nur so kann den österreichischen Autofahrern letzten Endes ein faires Preisniveau geboten werden."

Der ÖAMTC hilft beim Sparen

* "Spritpreis-Service": Mit einem Klick sind unter http://www.oeamtc.at/sprit/ die günstigsten Tankmöglichkeiten abrufbar. Österreichweit sind 1.600 Tankstellen gelistet. Preisabfragen sind nach Kraftstoffsorte, Bundesland oder Ort sortiert möglich. Wer über keinen Internetzugang verfügt, erhält alle Daten (zum Ortstarif aus ganz Österreich) unter der ÖAMTC-Hotline 0810 120 120.

* "Tankbonus": ÖAMTC-Mitglieder tanken österreichweit mit ihrer Clubkarte mit Kreditkartenfunktion an Avanti-Tankstellen um 3 Cent pro Liter Sprit günstiger. Nähere Infos auch unter http://www.oeamtc.at/tankbonus/.

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