Alternative Telekomfirmen: Unzumutbares Gehaltsangebot

MitarbeiterInnen haben Anspruch auf Anteil am Wirtschaftserfolg

Wien (GPF/ÖGB) - Der Vorschlag der Arbeitgeberseite der alternativen Mobilfunk- und Telekomanbieter, für die Beschäftigten nicht einmal die Inflationsrate abgelten zu wollen, ist unzumutbar. ++++

Dass internationale Konzerne wie die sprichwörtlichen Heuschreckenschwärme die Märkte nach dem schnellsten Gewinn abgrasen, ist ein inzwischen beinahe alltäglicher Vorgang. Dabei werden enorme Geldmittel für Zukäufe und Werbung eingesetzt, gleichzeitig aber Jobs abgebaut.

Michael Kolek, ZA-Vorsitzender der Telekom Austria und stv. Vorsitzender der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF): "Die hohe Produktivität der Unternehmen wurde durch die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbracht. Sie haben Anspruch auf einen Anteil am Wirtschaftserfolg."

Die Inflationsrate beträgt 2,5 Prozent. Die Unternehmer bieten lediglich 2 Prozent Gehaltserhöhung an, was zu Einkommensverlusten führen würde.

"Wenn genug Geld für zum Beispiel das Sponsoring der Fußball-Bundesliga da ist, muss erst recht Geld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da sein!
Vor diesem Hintergrund ist es gerechtfertigt, dass die Beschäftigten einen wesentlichen Anteil am Unternehmenserfolg fordern.", so Kolek.

Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten erklärt sich solidarisch mit den Forderungen der Beschäftigten und Betriebsräten der alternativen Telekom-Branche.

ÖGB, 11. November
2005 Nr. 632

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Thomas Linzbauer
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