BDO Auxilia weist Vorwürfe des Wochenmagazins FORMAT im Zusammenhang mit der AMIS-Affäre zurück: Veranlagung und Verwendung der AMIS-Kundengelder war kein Prüfgegenstand

Wien (OTS) - Das Wochenmagazin FORMAT behauptet im aktuellen Heft, dass der "renommierten Steuerberatungskanzlei BDO Auxilia im Zuge der Affäre rund um die in Konkurs geschlitterte Fondsmanagementgesellschaft AMIS Schadenersatzklagen drohen würden."

Die BDO Auxilia nimmt dazu wie folgt Stellung:

Die BDO Auxilia war seit dem Jahresabschluss 2000 Abschlussprüfer der Finanzdienstleistungsfirma AMIS Asset Management Investment Services AG.

Unternehmenszweck dieser Gesellschaft war vor allem der Vertrieb diverser luxemburgischer Investmentfonds (SICAVs), die von der AMIS Funds Sicav in Luxemburg emittiert worden sind. Im Jahr 2002 wurde das Wertpapierdienstleistungsgeschäft in die Tochtergesellschaft AMIS Financial Consulting AG (AFC) ausgegliedert. Auch diese Gesellschaft wurde von der BDO Auxilia geprüft. Die AMIS Asset Management Investment Services AG hatte ab diesem Zeitpunkt nur mehr die Funktion einer Holding- und Managementgesellschaft.

Bei beiden Gesellschaften handelte es sich lediglich um Wertpapierdienstleistungsunternehmen, die den Vertrieb der luxemburgischen Investmentfonds auf Provisionsbasis durchführten.

Die von uns geprüften Gesellschaften waren daher nicht mit der Emission der vertriebenen Investmentfonds und nicht mit der Entgegennahme von Kundengeldern befasst.

Laut geltendem österreichischen Recht ist es Wertpapierdienstleistungsunternehmen gemäß § 20 Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) untersagt, Kundengelder bzw. Wertpapiere von Kunden zu halten -Wertpapierdienstleistungsunternehmen dürfen also per Gesetz nicht mit der Abwicklung von Kundentransaktionen befasst sein (die jeweiligen Unternehmen haben nur eine reine Vermittlerfunktion).

Aus den unserer Gesellschaft zugänglichen Prüfungsunterlagen ist zweifelsfrei nachvollziehbar, dass die von der BDO Auxilia geprüften Gesellschaften auch tatsächlich keine Kundengelder entgegengenommen haben bzw. keine Wertpapiere für Kunden hielten.

Sämtliche Jahresabschlussprüfungen wurden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 268ff HGB bzw. 23 WAG durchgeführt und der Finanzmarktaufsicht (FMA) vorgelegt. Die Prüfungen bis einschließlich der Jahresabschlüsse 31.12.2003 ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen.

Dem Jahresabschluss 2004 der AFC (- der im Mai 2005 geprüft wurde) wurde aufgrund der sich abzeichnenden Bestandsgefährdung (u.a. Presseberichte über diverse Probleme bei den AMIS-Fonds) der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk verweigert.

Der Jahresabschluss 2004 der AMIS Asset Management Investment Services AG wurde von uns im Jahr 2004 und folgend nicht mehr geprüft.

Mag Gabriela Popp, Partnerin der BDO Auxilia: "Tatsache ist, dass sämtliche Transaktionen der AMIS-Kunden in der Buchhaltung der österreichischen AMIS-Gesellschaften keinen Niederschlag gefunden haben, woraus sich zwangsläufig ergibt, dass diese Geldflüsse auch gar nicht Gegenstand unserer Abschlussprüfungen dieser AMIS-Wertpapierdienstleistungsunternehmen sein konnten."

Soweit der BDO Auxilia bekannt, wurden sämtliche Kundengelder ausschließlich auf Konten der luxemburgischen Depotbank (das war in den letzten Jahren die Sella-Bank) einbezahlt. Von dieser Depotbank wurden diese Gelder in der Folge in verschiedenen Investmentfonds veranlagt. Allfällige widerrechtliche Geldflüsse aus den einbezahlten Kundengeldern bzw. aus den Fonds könnten daher nur durch die Prüfer der Depotbank bzw. der Investmentfonds aufgedeckt werden. Die luxemburgische Depotbank sowie die Investmentfonds wurden durch luxemburgische Prüfungsgesellschaften, die jedenfalls nicht dem BDO-Netzwerk angehören, geprüft.

Mag Gabriela Popp: "Die BDO Auxilia hält zusammenfassend fest, dass im Rahmen der Prüfung der österreichischen AMIS-Gesellschaften die ordnungsgemäße Verwendung der einbezahlten Kundengelder bzw. deren Veranlagung gar nicht Gegenstand der Jahresabschlussprüfung dieser Gesellschaften sein konnte, auch nicht war und von uns auch weder in Österreich noch anderswo geprüft wurde. Der BDO Auxilia kann daher hinsichtlich ihrer Prüftätigkeit weder eine Verletzung von Sorgfaltsverpflichtungen noch von gesetzlichen Bestimmungen über die Abschlussprüfung (nach HGB bzw. WAG) vorgeworfen werden."

Die BDO Auxilia behält sich ausdrücklich rechtliche Schritte gegen die Falschmeldung, dass der Gesellschaft Schadenersatzklagen aus diesem Prüfungsumstand drohen könnten, vor.

"Der FORMAT-Artikel entbehrt im Zusammenhang mit der BDO Auxilia daher jeder sachlichen Grundlage und ist inhaltlich ganz einfach falsch" stellt Mag Gabriela Popp namens der Gesellschaft unmissverständlich fest.

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Mag Gabriela Popp ist Partnerin der BDO Auxilia Österreich

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