Handelsvolumen mit Türkei über der 1,5 Mrd. Euro Grenze

Schenz: Wirtschaft hat bei schwierigen politischen Entscheidungsprozessen Brückenfunktion - Wirtschaftsbeziehungen mit Türkei weiter ausbaufähig

Wien (PWK858) - "Die Türkei mit ihren 70 Millionen Einwohnern und einem Wirtschaftswachstum über dem EU-Durchschnitt ist für österreichische Unternehmen ein bedeutender Markt, sowohl für Exporteure als auch für Investoren", betonte WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz bei einem Arbeitsgespräch mit dem türkischen Innenminister Abdülkadir Aksu gestern Abend in Wien.

Minister Aksu nahm gestern mit einer hochrangigen türkischen Delegation an den Gesprächen der "5. Tagung der Gemischten Türkisch-Österreichischen Wirtschaftskommission" teil und traf auch mit österreichischen Unternehmern zusammen, die in und mit der Türkei Geschäftskontakte pflegen. Schenz: "Derartige Treffen und Kontakte helfen beim gemeinsamen Kennen lernen und Verstehen. Ich bin daher auch überzeugt, dass die Wirtschaft gerade in Phasen schwieriger politischer Entscheidungsprozesse eine Brückenfunktion einnimmt."

Die Handelsbeziehungen zwischen Österreich und der Türkei laufen seit Jahren sehr gut und das bilaterale Handelsvolumen hat im Jahr 2004 die 1,5 Mrd. Euro Grenze überschritten. Die Exporte legten um 12% und die Importe aus der Türkei um 5% zu. Österreich exportiert hauptsächlich Maschinen (unter anderem Kraftwerksausrüstungen), Papierwaren, medizinische und pharmazeutische Produkte, Textilien und Spinnstoffe, Eisen, Stahl und Metallwaren und vollständige Fabrikanlagen. In Spezialgebieten, wie etwa dem Bau von Wasserkraftwerken, zählt Österreich schon jetzt zu den absoluten Top-Playern in der Türkei. Rund die Hälfte der Importe entfällt auf den Sektor Bekleidung, Bekleidungszubehör und Textilien. Österreichische Unternehmen haben bisher rund 200 Mio. Euro in der Türkei investiert. Schenz: "Das entspricht aber nicht dem Potential und der Größe des Marktes." Die WKÖ will daher im kommenden Jahr im Rahmen der Initiative "go international" österreichischen Unternehmen spezielle Investitionschancen und Sektoren mit besonderem Potential präsentieren.

Schenz sieht auch künftig konkrete Absatz-, Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten zwischen Österreich und der Türkei, insbesondere im Infrastruktur-, Energie-, Kfz-Zuliefer- und im Tourismusbereich. Die Bedeutung der Türkei als Wirtschaftspartner für Österreich zeige sich auch daran, dass die Türkei eines der wenigen Länder weltweit ist, wo die WKÖ zwei Außenhandelsstellen betreibt. Im Sinne der engeren Zusammenarbeit wies der WKÖ-Vizepräsident auch auf die große Bedeutung der türkischstämmigen Unternehmen in Österreich als wichtige Wirtschaftskraft hin. Schenz: "Der Umsatz der rund. 3.000 türkischstämmigen Unternehmen in Österreich wird auf etwa 300 Mio. Euro pro Jahr geschätzt." (BS)

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