Innovation schafft Dynamik und Vorsprung

"Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft 2005" verliehen

Salzburg (OTS) - Salzburg, 10. November 2005/WKS. Gestern
(Mittwoch) Abend wurden wieder die innovativsten Unternehmen des Landes mit dem "Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft" ausgezeichnet. Dieser Preis wird jedes Jahr vom Land Salzburg und der Wirtschaftskammer Salzburg vergeben, um Firmen, die sich mit Kreativität und neuen Entwicklungen am Markt bewähren, hervorzuheben und deren Leistungsfähigkeit in das Licht der Öffentlichkeit zu heben. Von den insgesamt 46 Einreichungen zum diesjährigen Innovationspreis hat ein Projekt der Deisl-Beton Ges.m.b.H. das Rennen gemacht: Das Halleiner Unternehmen wurde zum Landessieger gekürt und ist somit für den Staatspreis für Innovation nominiert, der Anfang nächsten Jahres vom Wirtschaftsministerium vergeben wird.

Ztl.: Innovationen geben Impulse für die gesamte Wirtschaft
"Es geht darum, Unternehmen vor den Vorhang zu holen, die mit Mut, Kreativität, Originalität und Neuigkeiten etwas weitergebracht haben", erklärte LHStv. Dr. Wilfried Haslauer bei der Preisverleihung in der Campus Fachhochschule Salzburg in Urstein. "Veränderung bedeutet Chance. Wenn es uns gelingt, diese Grundgeisteshaltung zu implementieren, dann sind wir auf dem richtigen Weg", so Haslauer. Die Aufgabe der Wirtschaftspolitik sei es, eine günstige Atmosphäre für unternehmerisches Engagement zu schaffen.
"Der Innovationspreis ist eine Anerkennung für die mühevolle Arbeit, die in den vergangenen Jahren von den Preisträgern geleistet wurde. Durch ihre Entwicklungen können innovative Unternehmen der Wirtschaft neue Impulse geben", betonte der Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, Komm.-Rat Julius Schmalz, in seinen Grußworten. Es sei wichtig, den Mut der Unternehmer zur Innovation zu fördern und zu honorieren: "Die Forschung, Entwicklung und Innovation der Wirtschaftstreibenden sind die Basis für die Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Firmen und für die Weiterentwicklung einer Volkswirtschaft insgesamt, was wiederum die Voraussetzung für Wohlstand und soziale Sicherheit ist. Unser Slogan 'Geht´s der Wirtschaft gut, geht´s uns allen gut’ kommt hier voll zum Tragen. Das wollen wir mit der Verleihung des Innovationspreises einer breiten Öffentlichkeit bewusst machen", so Schmalz.
Salzburg könne mit Recht stolz auf seine innovationsfreudigen, zum Teil hoch technisierten Unternehmen sein. Die heimische Wirtschaft beweise immer wieder Dynamik, Flexibilität, Kreativität und Mut zu positiven Veränderungen. "Die Wirtschaftskammer antwortet darauf mit einem umfassenden Serviceangebot, mit wirtschaftsnahen Qualifizierungsangeboten an ihren Bildungseinrichtungen - und mit zukunftsorientierten Projekten. Dass wir die diesjährige 'Innovationsgala’ in der neuen Campus-Fachhochschule feiern, hat für mich Symbolcharakter", so der WK-Präsident.

Ztl.: Rege Beteiligung von kleinen und mittelständischen Betrieben Schmalz freut es besonders, dass nicht nur Industriebetriebe mit eigenen großen Entwicklungs- und Forschungsabteilungen, sondern gerade auch viele kleine und mittelgroße Betriebe in die Entwicklung und Umsetzung von Innovationen investieren: "Von den 46 Salzburger Firmen, die zum Innovationspreis 2005 eingereicht haben, sind die Hälfte Kleinstbetriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern. 17 Einreichungen kamen von kleinen und mittleren Unternehmen mit 20 bis 250 Mitarbeitern. Auf die 'Großen’ mit mehr als 250 Mitarbeitern fallen nur sechs Einreichungen", zieht Schmalz Bilanz.
Beurteilt wurden die eingereichten Unterlagen nicht nur nach dem Kriterium des Neuheitsgrads der Innovation: Auch das Entwicklungsrisiko und der Forschungs- und Entwicklungsaufwand wurden berücksichtigt. Die Innovation sollte außerdem einen Nutzen für das Unternehmen und für den Kunden sowie eine Qualitätssteigerung und eine Kostenersparnis bringen. Mit bereits erreichten Markterfolgen, dem Setzen neuer Trends und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit konnten die einreichenden Firmen ebenfalls Pluspunkte sammeln. Bei den volkswirtschaftlichen Effekten wurde auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze und auf Exportsteigerung geachtet. Letztendlich galt es auch die ökologische Auswirkung der Innovation mit zu berücksichtigen.

Ztl.: Pluspunkt durch Berücksichtigung ökologischer Aspekte
Die Jury wählte einstimmig die Firma Deisl-Beton Ges.m.b.H. aus Hallein für das Projekt "Entwicklung und Herstellung des innovativen Baustoffes Puzzolanbeton aus aufbereiteten anorganischen, mineralischen und thermischen Reststoffen" zum Landessieger. In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass dieses Projekt durch die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unter Einbindung von Dissertationen zustande kam. Mit der wissenschaftlichen Unterstützung der Entwicklung des Puzzolanbetons wurde das Institut für Baustoffe und Bauphysik der Universität Innsbruck beauftragt. Das Projekt sei richtungweisend für die Forschung und Entwicklung in der Baubranche, die insgesamt eher wenig Forschung betreibt, so die Meinung der Jury.

Ztl.: Altstoffe als alternatives Bindemittel für Beton
Positiv bewertet wurde vor allem auch der ökologische Aspekt durch die Verwertung von Abfallstoffen. Das Besondere an dem Projekt: Bei der Herstellung des Baustoffes Puzzolanbeton benötigt man nur sehr wenig oder gar keinen Zement. Stattdessen werden speziell aufbereitete Altstoffe wie Flugaschen, Silikat, Staub, Altsande aus Gießereien oder Filtermassen aus Rauchgasheizungsanlagen zugemischt. Die Innovation besteht nicht nur in der neuartigen Zusammensetzung und Aufbereitung des Baustoffes Beton, sondern auch in den Materialeigenschaften: Puzzolanbeton ist besonders fest und beständig und die Qualitätsstandards von vergleichbaren konventionellen Betonen werden zum Teil sogar übererfüllt. Für das Projekt wurden bereits internationale Patente erlangt.
Das Halleiner Unternehmen Deisl ist auch Sieger in der Kategorie "Kleine und mittlere Unternehmen". Weitere Preisträger in dieser Kategorie sind die pro.te.X Engineering GmbH aus Saalfelden mit dem Projekt "Verfahrenstechnologie zur Substitution von Stahlblech durch Kunststoff" (Platz 2) und die Klüber Lubrication Austria GmbH aus Salzburg-Kasern mit dem "Dry-Lub-System - Die weiße Gießerei" (Platz 3).

Ztl.: Die Kategoriensieger: Deisl, Aluminium Lend und Geo-Byte
In der Kategorie "Industrieunternehmen" siegte die Aluminium Lend GmbH & Co KG in Lend mit ihrem Projekt "Entwicklung der Aluminiumdruckgusslegierung MAXXALLOY(R) - ULTRA". Auf Platz 2 in dieser Kategorie landete die Windhager Zentralheizung in Seekirchen mit ihrer "Pellets-Zentralheizung BioWIN", auf Platz 3 die Alpenmilch Salzburg Ges.m.b.H. aus Salzburg mit ihrem "tutgut Lecithin -Joghurt-Buttermilch mit Lecithin".
Die Geo-Byte - Büro für Geoinformatik GmbH aus Salzburg (1. Platz), die IBST Forschung und Entwicklung GmbH aus Wals (2. Platz) und die adc Lungau Antriebstechnik GmbH aus Mariapfarr (3. Platz) sind die Preisträger in der Kategorie "Kleinstunternehmen". Geo-Byte hatte ihr Projekt "2doc: geologisch - geotechnische Tunneldokumentation auf AutoCAD Basis" eingereicht, IBST ein "CPS-Regel-Sitzventil, CanBus gesteuert" (ein individuell programmierbares Ventil für Hydraulik-Systeme) und adc Lungau eine mit Erdgas betriebene Pistenraupe, die in Kooperation mit der Salzburg AG entwickelt wurde. Zur Verleihung des österreichischen Sonderpreises "Econovius", der neben dem österreichischen Staatspreis für Innovation für besondere innovative Leistungen von KMU verliehen wird, wurde das Unternehmen pro.te.X Engineering GmbH aus Saalfelden nominiert.
Die Jury bestand aus Mag. Robert Geringer (Salzburger Sparkasse), Mag. Clemens Frauscher (Land Salzburg, aws-Servicestelle), Komm.-Rat Erich Werfer (Obmann der WK-Bezirksstelle Salzburg-Stadt), DI Herwig Spindler (Forschungsförderungsgesellschaft), DI Dr. Peter Korczak (Siemens AG Salzburg), Dr. Ulrich Hofmann (FH Salzburg), DI Otto Dorfer (Wirtschaftsservice Stadt Salzburg), DI Dr. Alfred Urban und DI Karl Gruber (beide Innovationsservice Salzburg).
Der "Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft" wurde unterstützt von Stadt und Land Salzburg, Wirtschaftskammer Salzburg, Kavalierhaus Kleßheim, Salzburger Nachrichten, Salzburger Sparkasse, Stiegl, Alpquelle, AktionFilm Salzburg und Agentur.net - Internet Full Service.

Ztl.: Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft 2005 -
Alle Preisträger

Gesamt(Landes-)sieger:
Deisl-Beton Ges.m.b.H., 5400 Hallein, mit dem Projekt "Entwicklung und Herstellung des innovativen Baustoffes Puzzolanbeton aus aufbereiteten anorganischen, mineralischen und thermischen Reststoffen".

Kategorie I - Industrieunternehmen (über 250 Mitarbeiter):
Platz 1: Aluminium Lend GmbH & Co KG, 5651 Lend, mit dem Projekt "Entwicklung der Aluminiumdruckgusslegierung MAXXALLOY(R) - ULTRA". Platz 2: Windhager Zentralheizung AG, 5201 Seekirchen, mit dem Projekt "Pellets-Zentralheizung BioWIN - der neue Pellets-Komfort". Platz 3: Alpenmilch Salzburg Ges.m.b.H., 5022 Salzburg, mit dem Projekt "tutgut Lecithin - Joghurt-Buttermilch mit Lecithin".

Kategorie II - Kleine und mittlere Unternehmen (20 bis 250 Mitarbeiter):
Platz 1: Deisl-Beton Ges.m.b.H., 5400 Hallein, mit dem Projekt "Entwicklung und Herstellung des innovativen Baustoffes Puzzolanbeton aus aufbereiteten anorganischen, mineralischen und thermischen Reststoffen".
Platz 2: pro.te.X Engineering GmbH, 5760 Saalfelden, mit dem Projekt "Verfahrenstechnologie zur Substitution von Stahlblech durch Kunststoff".
Platz 3: Klüber Lubrication Austria GmbH, 5028 Salzburg, mit dem Projekt "DRY LUB SYSTEM - Die weisse Gießerei".

Kategorie III - Kleinstunternehmen:
Platz 1: Geo-Byte, Büro für Geoinformatik GmbH, 5020 Salzburg, mit dem Projekt "2doc: geologisch - geotechnische Tunneldokumentation auf AutoCAD Basis".
Platz 2: IBST Forschung und Entwicklung GmbH, 5071 Wals, mit dem Projekt "CPS Regel - Sitzventil, CanBus-gesteuert".
Platz 3: adc LUNGAU Antriebstechnik GmbH, 5571 Mariapfarr, mit dem Projekt "Erdgasbetriebene Pistenraupe".


Eine Aussendung der Wirtschaftskammer Salzburg, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Julius-Raab-Platz 1, 5027 Salzburg, Tel. 0662/8888-346, E-Mail: bbauer@wks.at

Rückfragen & Kontakt:

Innovationsservice Salzburg, DI Karl Gruber, Tel. 0662/8888-441, Fax: 0662/8888-616, E-Mail: office@innovationsservice.at

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