Zukunft von Vereinslokalen weiter gefährdet

SP-Antrag gegen Förderungskürzungen bei Vereinslokalen erhielt keine Zustimmung

Linz (OTS) - Weder ÖVP noch Grüne oder FPÖ waren heute im Oö. Landtag bereit, ein klares Zeichen gegen die drohenden Restriktionen bei der Förderung von Vereinslokalen in Oberösterreich zu setzen. "Der in der schwarzgrünen Imagekampagne 'Land blüht auf' angekündigte strenge Maßstab bei der Förderung von Vereinslokalen und Gemeinschaftsräumlichkeiten schwebt weiter wie ein Damoklesschwert über den oberösterreichischen Vereinen. Die SPÖ ist heute im Landtag als einzige Partei klar gegen Restriktionen für Vereine eingetreten. Die Vereine sind in Oberösterreich das entscheidende Rückgrat des Gemeinschaftslebens und müssen daher in ihrer Arbeit unterstützt werden. Restriktionen für Vereinslokale sind der falsche Weg", betont SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Gerade weil Vereine ihre vielfältige Arbeit weitgehend auf ehrenamtlicher Ebene durchführen, brauchen sie bei Basisinvestitionen wie Vereinslokalen und Gemeinschaftsräumlichkeiten die nötige Unterstützung in Form von Förderungen.

Um eine behauptete Konkurrenzierung zwischen Vereinslokalen und Gemeinschaftsräumlichkeiten auf der einen Seite und Ortswirtshäusern auf der anderen Seite zu vermeiden, droht den Vereinen in Zukunft ein strenger Fördermaßstab - zumindest ist dieser Vorschlag im "Land blüht auf"-Programm von ÖVP und Grünen nachzulesen. Auch von der Mitwirkung von Wirten bei Vereinsveranstaltungen ist die Rede. "Ignorant gegenüber den Vereinen, gegenüber den Wirten und gegenüber der Bevölkerung ist diese Forderung von Volkspartei und Grünen. Offenbar ist dieser Vorschlag den Wunschvorstellungen einiger Wirtschaftsbundfunktionäre entsprungen, die Vereinsveranstaltungen nur noch unter Beteiligung des lokalen Wirtes akzeptieren wollen. Mit diesen absurd anmutenden Ideen schaden ÖVP und Grüne dem Vereinsleben in Oberösterreich massiv", so Dr. Karl Frais.

Gegen diese vereinsschädigende Vorgehensweise im "Land blüht auf"-Programm ist die SPÖ mit einem Initiativantrag gegen die Verschlechterung der Vereinsförderung in Oberösterreich eingetreten. "Die ÖVP hat ihren restriktiven Kurs bei Vereinen sogar noch weiter bestärkt mit der Behauptung, dass es Vereinslokale gibt, die besser ausgestattet sind als Ortswirtshäuser. Damit hat die Volkspartei erneut bewiesen, dass sie die Situation der Vereine vollkommen verkennt und dass in Wirklichkeit keine Konkurrenz zwischen Vereinen und Ortswirtshäusern besteht, sondern dass beide Institutionen einander bedingen. Wenn es erfolgreiche Vereine in einem Ort gibt, dann gibt es auch ein lebendiges Gemeinschaftsleben, von dem natürlich vor allem die Ortswirtshäuser profitieren. Umgekehrt bringt es den Wirtshäusern aber nicht mehr Geschäft, wenn die Vereine durch Förderungsrestriktionen geschwächt würden", schließt der SP-Klubchef.

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