Kinderfreunde-Vorschläge zu Kindergeld werden endlich aufgegriffen

Jetzt muss die Regierung Handlungsfähigkeit beweisen

Wien (SK) - Die Wünsche von Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung decken sich mit den Vorschlägen der Kinderfreunde für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Wir weisen seit langem darauf hin, dass sowohl die Betreuungsengpässe, die Starrheit des derzeitigen Kindergeldsystems und die mangelnden Möglichkeiten für mehr Väterbeteiligung den Familien Sorgen bereiten", sagt LR Josef Ackerl, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde. ****

"Wenn jetzt Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung diese real existierenden Probleme gemeinsam ansprechen, ist das absolut zu begrüßen, und zeigt einmal mehr die Schwachstellen der Regierungspolitik im Familienbereich auf", betont Ackerl.

Bei den Betreuungsplätzen wird ein Fehlbestand konstatiert, der je nach Studien zwischen 40.000 und 90.000 Plätzen liegt. Neben diesen Fehlbeständen ist aber auch die pädagogische Qualität der Einrichtungen zu heben. Hier gibt es neben der notwendigen Aufwertung der Ausbildung für PädagogInnen auch bei den Betreuungsschlüsseln und der Finanzierung erheblichen Handlungsbedarf. Kinderfreunde-Bundesgeschäftsführer Rammer dazu: "Wir unterstreichen unsere Forderung nach einem bundeseinheitlichen Rahmengesetz für den elementaren Bildungsbereich und fordern BM Haubner auf, rasch eine Investitionsinitiative, die auch Wirkung zeigt, für neue Kinderbetreuungsplätze zu starten."

Wir freuen uns über die Diskussionsfortschritte bei der Debatte um eine längst überfällige Kindergeldreform. "Das derzeitige Kindergeld ist viel zu starr und entspricht nicht den unterschiedlichen Lebensbedingungen und Anforderungen der Familien", kritisiert Rammer. Für viele Eltern ist das derzeitige Angebot der Regierung weder Fisch noch Fleisch. Notwendig ist eine Flexibilisierung beim Bezug. Der Vorschlag von Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung die Möglichkeit zu schaffen, bei kürzeren Bezugszeiten mehr Kindergeld zu beziehen, ist eine "Steilvorlage" für die Regierung, die jetzt aufgefordert ist zu handeln.

"Eine Reform, die in diese Richtung geht, würde erstmal wirklich mehr Wahlfreiheit bringen. Eltern können beim derzeitigen System bleiben, können aber auch die neuen Möglichkeiten nutzen und so das Kindergeld auf die individuellen Verhältnisse abstimmen. Ein Zusammenschieben der Bezugszeit würde insbesondere für Väter endlich Anreize schaffen, die sich sicher auch positiv auf die Bereitschaft zur Väterkarenz auswirken würden", schließt Rammer. (Schluss) ps/mp

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