Wutscher: Verteilung der Milchquote berücksichtigt alle Milchbauern

Gleiche Regeln für A-Quote und D-Quote beschlossen

Wien (AIZ) - Die EU-Agrarreform 2003 führte zu einer Senkung der Interventionspreise, aber auch zur Erhöhung der Milchquoten um insgesamt 1,5% für den Zeitraum 2006 bis 2008. Der Ausschuss für Milchwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich hat sich nun auf eine Vorgangsweise geeinigt, wie die Milchmenge, in Summe rund 47.000 t, zu verteilen ist. Walfried Wutscher, Obmann des Milchausschusses und Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten, sagte in einer Aussendung: "Um für alle Milchbauern die Auswirkungen der aus der GAP-Reform resultierenden Preisreduktionen leichter verkraftbar zu machen, haben wir uns dafür ausgesprochen, die Quote linear auf alle Milchlieferbetriebe zu verteilen."

Ein Sockelbetrag von 50 kg pro Jahr berücksichtige bei diesem Verteilungsschlüssel die besonders kleinen Höfe. "Mit dieser Quotenaufstockung erreichen wir auch, dass unsere Milchbauern bereits 2006 die Milchprämie für alle ihnen zustehenden Milchmengen ausbezahlt bekommen", so Wutscher. Bekanntlich sind die Quotenaufstockung und die Einführung einer Milchprämie jene Maßnahmen, die im Rahmen der EU-Agrarreform als teilweiser Ausgleich für die Milchpreissenkungen beschlossen worden sind.

Um den bürokratischen Aufwand für die Milchbauern zu minimieren, werde die Zuteilung gleich für die drei Jahre 2006 bis 2008 vorgenommen, dabei sei jedoch nur ein Rahmenantrag notwendig. Wutscher: "Jeder A-Quoteninhaber bekommt eine Zuteilung. Es ist dafür auch nur ein Antrag notwendig. Mit dem Sockelbetrag kommen wir den kleinen Milchlieferanten besonders entgegen. Die zugeteilte Quote verfällt jedoch, wenn sie vor Ende des Quotenjahres 2008/09, also vor dem 01.04.2009, verkauft wird. Wir verhindern dadurch Spekulationsgeschäfte mit der Quote." Die D-Quote wird nach denselben Kriterien verteilt wie die A-Quote.
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