Mit einem Hektar Mais mehr als einmal um den Globus fahren

Wien (OTS) - "Der vermehrte Einsatz von erneuerbarer Energie kann wesentlich dazu beitragen, die EU-Umweltschutzlinien für die nächsten Jahrzehnte zu erreichen. Eine Strategie mit hohem Energieertrag und mit hoher Wertschöpfung ist die Verwendung von aufbereitetem Biogas als Treibstoff", stellte Abgeordneter zum Nationalrat Martin Preineder, Vertreter des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Energiesprecher der Landwirtschaftskammer Österreich, heute bei einem Pressegespräch in Wien fest.

Die Vorteile im Detail:

  • Die Verwertung hoch ertragsreicher Pflanzen (z. B. Mais) bringt eine hohe Energieausbeute. Ein Hektar liefert Treibstoff für eine Kilometerleistung von bis zu 55.000, damit könnten bei einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 12.000 vier bis fünf PKWs ein ganzes Jahr lang fahren.
  • Treibstoff aus erneuerbarer Energie kann in Österreich produziert werden und reduziert die Auslandsabhängigkeit von Erdöl. Bis zu 15 bis 20 % der Ackerfläche könnten langfristig auf diesem Weg verwertet werden und rund 15 % des heute verwendeten Kraftstoffs ersetzen.
  • Treibstoff aus Biogas verbessert nicht nur die CO2-Bilanz, sondern weist auch eine höhere Effizienz im Motor aus. Bis zu 30 % Treibstoff können hier eingespart werden. Im Gegensatz zum Diesel fällt bei der Gasverbrennung praktisch kein Feinstaub an, was sich besonders in Ballungsgebieten sehr positiv auf die Umweltbilanz auswirkt.

- Da Wertschöpfung in Österreich bleibt bzw. entsteht und Arbeitsplätze gesichert werden, bietet dieses Zukunftsprojekt auch hohe volkswirtschaftliche Anreize.

Für das Biogas-Treibstoffprojekt ist als erster Schritt in Zusammenarbeit mit Wien-Energie ein Projekt geplant, dass aufbereitetes Biogas aus dem Wiener Umland in das Wiener Erdgasnetz einspeist. Logistisch könnte zukünftig das vorhandene Erdgas-Tankstellennetz zum Vertrieb des Biogases oder Biogas-Erdgasgemisches verwendet werden. In Österreich stehen für Fahrzeuge mit Erdgasantrieb derzeit 28 öffentliche Erdgastankstellen zur Verfügung, die Zahl der Betriebstankstellen beläuft sich auf über 40, Tendenz stark steigend.

Die Perspektiven des EU Grünbuches zur Energieversorgung sehen vor, den Anteil von heimischen, erneuerbaren Kraftstoffen an der Treibstoffversorgung bis zum Jahre 2020 auf 20 % auszubauen. Mit entsprechenden legistischen Rahmenbedingungen ist daher für die preisliche Attraktivität des Biokraftstoffes zu sorgen. Das Kernstück einer erfolgreichen Biomethan-Kraftstoff-Initiative wird die langfristige Sicherung der Mineralölsteuer-Befreiung für Biomethan entsprechend dem Anteil im Biomethan-Erdgas-Gemisch sein.

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