ARBÖ: EU-Nettopreistief bei Diesel ist nur Zahlenspielerei

In Wahrheit liegt Österreich um 1,8 Cent über dem EU-Nettopreisen

Wien (OTS) - Österreichs Autofahrer haben nichts davon, dass der aktuelle Nettopreis (ohne Steuern) für Diesel derzeit um 1,1 Cent unter dem EU-Durchschnitt liegt,stellt der ARBÖ klar. Denn die wundersame Verbesserung gegenüber dem EU-Duchschnitt findet nur auf dem Papier statt und beruht auf einer reinen Zahlenspielerei. "Bei richtiger Berechnung liegt der EU-Nettopreis aktuell um 1,7 Cent über dem EU-Durchschnitt", rechnet ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar vor.

Seit Einführung des sogenannten "Biodiesels" am 1. Oktober gibt es in Österreich zwei unterschiedliche Steuersätze für Diesel: einen niedrigeren Satz von 29,7 Cent für das neue Biodieselgemisch und einen höheren Satz von 32,5 Cent für fossilen Diesel, der aber kaum noch verkauft wird..Nach Brüssel meldet Österreich daher auch die Zapfsäulenpreise für den neuen Biodiesel. Statt aber bei der Berechnung des Nettopreises den korrekten Mineralölsteuersatz von 29,7 Cent herzunehmen, zieht Österreich einfach den höheren Mineralölsteuersatz für fossile Treibstoffe ab."Wer aber von einem Bruttopreis eine um 2,8 Cent höhere Steuer abzieht, bekommt automatisch einen um 2,8 Cent niedrigeren Nettopreis heraus, so der ARBÖ.

"Es kann ja nicht sein, dass man einfach den Steuersatz eines Produktes hernimmt, das faktisch gar nicht mehr verkauft wird" vermeint man im ARBÖ. Bei der vorgezogenen Einführung von schwefelfreien Treibstoffen im Jänner 2004 ,als ebenso die Mineralölsteuer in Österreich gespreizt worden war, war es immerhin möglich gewesen, den korrekten Steuersatz abzuziehen. "Was damals möglich war, sollte auch heute wieder machbar sein", fordert der ARBÖ.

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