Burg Hohenwerfen bekommt Schrägaufzug

Raus: Arbeiten beginnen / Ab Juni 2006 in Betrieb / Zeitgemäße Nutzung ermöglichen

Salzburg (OTS) - Burgen haben einen historischen Ursprung, doch gewisse Dinge müssen der Neuzeit angepasst werden, wenn die Liegenschaft zeitgemäß genutzt wird. Andernfalls werden sie schnell zu Ruinen. Ab Juni 2006 wird es einen Schrägaufzug auf die Burg Hohenwerfen geben. Zwei Millionen Euro werden investiert, man rechnet damit, dass das Geld unter anderem durch steigende Besucherzahlen in den kommenden Jahren verdient wird. "Hier wird eine große Chance genützt", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Othmar Raus heute, Donnerstag, 10. November, bei einem Informationsgespräch in Werfen. Der Aufzug sei gut für die Burg, aber auch eine wichtige Investitionen zur Belebung der Wirtschaft.

"Wir stellen uns damit auf die Veränderung in der Gesellschaft ein. Der Aufzug bringt eine wesentliche Verbesserung für ältere und gehbehinderte Besucher. Gleichzeitig eröffnet er mehr Möglichkeiten für die Nutzung der Burg und ihrer Einrichtungen." Raus betonte, dass sich die Investition rentieren und das eingesetzte Geld in den kommenden Jahren zurückfließen wird. Es ist vor allem ein Zeichen an die Region: Mehr Besucher bedeuten einen Impuls für die regionale Wirtschaft.

Den Übergang zu einer neuen Nutzung hat auch die Burg Hohenwerfen in den vergangenen Jahren erfahren. Ab Juni 2006 soll es einen Schrägaufzug zum Burghof geben. Eine Höhendifferenz von 114 Metern kann dann mühelos in knapp zwei Minuten zurückgelegt werden.

130.000 Gäste pro Jahr

Seit dem Auszug der Salzburger Gendarmerieschule 1987 bietet die Burg Hohenwerfen ein vielfältiges und abwechslungsreiches historisch orientiertes Tourismusangebot. Von Ende März bis Anfang November ist sie für jedermann zugänglich: Burgführungen, Greifvogelschau, Son-derausstellungen, Mittelalter- und Kinderfeste, Ritterschmaus und vieles mehr begeistern bis zu 130.000 Gäste pro Jahr. Die Einnahmen liegen 2005 bei zirka 900.000 Euro, Stand 2005 (Gesamteinnahmen aus Tourismus, Verpachtung, Veranstaltungen), diese werden ständig wieder in die Erhaltung der Anlage und für Attraktionen investiert.

Parallel zum Freizeitangebot finden eine Vielzahl von Kultur- und Privatveranstaltungen statt. Dank ihrer prominenten Lage direkt an der Autobahn bzw. im Einzugsbereich der Stadt Salzburg und der umliegenden Tourismusgemeinden zählt die Burg zu den Publikumsmagneten der Region. Seit ihrer neuen Nutzung 1987 gibt es konstant neue Attraktionen und somit jährlich erfreuliche Umsatz- und Gästesteigerungen.

Für Alte und Gehbeeinträchtigte

Die Steigerungen in den letzten zwei Jahrzehnten waren ausschlaggebend, sich mit dem Thema "Aufstiegshilfe" zu befassen. Immer wieder kommt es vor, dass es in einer Gruppe Personen mit Gehschwierigkeiten oder Behinderungen gibt, was dazu führt, dass diese Gruppe sich für eine Alternative entscheidet, bei der der Zugang einfacher ist. In Hinblick auf die demographische Entwicklung der Bevölkerung, auf die Möglichkeit einer Saisonverlängerung bzw. Öffnung im Winter als Alternative zu Schneemangel, und die Flexibilität für vermehrte Veranstaltungen durch den problemlosen Auf- und Abstieg wurde eine Aufstiegshilfe überlegenswert. Nicht zuletzt kann mit dem Bau der Talstation auch das Problem einer zurzeit fehlenden Toilettenanlage gelöst werden.

Rückfragen & Kontakt:

Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
landespressebuero@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG0001