Grillitsch: Leistungsfähiges Datennetz ist Eintrittskarte in die moderne Jobwelt

Forderung nach Ausbau von Breitband im ländlichen Raum bei IKT-Symposium

Wien (AIZ) - "Der ländliche Raum braucht schnelle Datenleitungen, um Arbeit und Zukunftsjobs zu den Menschen zu bringen. Ein landesweit leistungsfähiges Datennetz ist die Eintrittskarte in die moderne Jobwelt." Das sagte Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch laut einer Aussendung heute in einem Referat beim "IKT-Symposium" von Infrastrukturministerium, Wirtschaftskammer und RTR unter dem Motto "Infrastruktur schafft Wachstum".

Immer mehr Hightechfirmen siedelten sich auch in ländlichen Regionen an. Die Möglichkeiten des Breitbandinternets kämen dabei insbesondere den exportierenden Klein- und Mittelbetrieben entgegen, da die niedrigen Kommunikationskosten den Eintritt in geografisch entlegene Märkte erleichtern. Durch den flächendeckenden Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien könnten zusätzliche Jobs im ländlichen Raum geschaffen werden. "Wer daher den Menschen im ländlichen Raum qualifizierte Arbeitsplätze zur Verfügung stellen will und die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen verbessern will, braucht eine moderne und leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur", so Grillitsch.

Die Bedeutung von IKT im Bereich der Landwirtschaft demonstrierte Grillitsch am Beispiel "eAMA" der Agrarmarkt Austria. Mit diesem Serviceportal im Internet können Landwirte Anträge, Meldungen, Abfragen und andere Verwaltungsabläufe direkt am PC elektronisch abwickeln. "Dazu zählen etwa die Zentrale Rinderdatenbank, das Geografische Informationssystem, das bei der Antragstellung auf Flächenbeihilfen hilft, aber auch die Informationen über die Milchquoten, die online abrufbar sind", sagte der Bauernbundpräsident. Ergänzt werde "eAMA" durch ein Kontoinformationssystem und einen elektronischen Postkasten.

Massives Einsparungspotenzial

Der Erfolg von "eAMA" sei durchschlagend. Mittlerweile nutzten mehr als 50.000 Landwirte diese Möglichkeit. Im Jahr 2000 seien es erst rund 2000 gewesen. Das zeige, dass die österreichischen Bäuerinnen und Bauern technischen Neuerungen durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen und neue Systeme annehmen. "Und das aus gutem Grund:
Immerhin sparen sich die Landwirte durch eAMA pro Jahr rund eine halbe Million Euro. Und auch die AMA selbst konnte in der Verwaltung dadurch bis zu EUR 1,8 Mio. pro Jahr einsparen", so Grillitsch.

Breitbandausbau in strategisch wichtigen Gemeinden forcieren

"Unsere Bemühungen gehen auch in Richtung Forcierung des Breitbandausbaus in strategisch wichtigen Gemeinden. Dazu zählen vor allem jene, in denen innovative Unternehmen beheimatet sind", forderte Grillitsch weiter und illustrierte dies am Beispiel der Region Obersteiermark: "Dort gibt es die Unternehmen KLH in Katsch an der Mur und IBS in Teufenbach, für die ein funktionierendes Breitbandinternet ein ganz entscheidender Standortfaktor ist."

"Man darf im Zusammenhang mit IKT auch die offensive Rolle der österreichischen Bundesregierung nicht vergessen. Neben der steuerlichen Absetzbarkeit privater Breitbandanschlüsse haben wir im Wachstumspaket eine Breitbandinitiative für den ländlichen Raum mit einem 10-Millionen-Euro-Paket gestartet, dazu kam die Wachstumsoffensive mit weiteren EUR 10 Mio. Insgesamt können wir damit gemeinsam mit den Ländern rund EUR 60 Mio. für den Bereich Breitbandinternet zur Verfügung stellen", betonte Grillitsch. "Denn nur mit diesem flächendeckenden Ausbau auch im ländlichen Raum verschaffen wir Österreich einen unschätzbaren Technologievorsprung und schaffen neue Arbeitsplätze."
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