Neueste Technologien für jedermann: Österreich-Premieren im Rudolfinerhaus

Wien (OTS) - Darm- und Brustkrebs sowie
Herz-Kreislauf-Erkrankungen fordern jedes Jahres Tausende Menschenleben. Dabei gäbe es bei rechtzeitiger Diagnose sehr gute Heilungschancen. Hochtechnologische Geräte im Wiener Rudolfinerhaus ermöglichen nunmehr nicht invasive Diagnostik und geben unglaubliche Einblicke in den menschlichen Körper. Die Untersuchung im neuen Panorama MR gibt’s für jeden Patienten im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auf Krankenkasse. +++

Zu den häufigsten Todesursachen zählen Herz-Kreislaufkrankheiten und Krebs, die allein 2004 sieben von zehn Sterbefällen verursachten. Rund 19.245 Personen sind infolge von Krebs im Vorjahr gestorben, jährlich sterben etwa 50.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus ist der Herztod die Haupttodesursache bei Frauen, wie aus dem Frauengesundheitsbericht 2005 hervorgeht. Umso wichtiger wird die rechtzeitige Diagnose dieser Krankheiten bzw. die Vorsorgeuntersuchung. Um die Früherkennung für Herz- und Darmerkrankungen zu gewährleisten, gibt es jetzt im Wiener Rudolfinerhaus revolutionäre Diagnose-Techniken: einen High intensive Open Magnetresonanz-Tomograph (MR) und einen Multislice Computertomograph (CT). "Damit ist das Rudolfinerhaus einmal mehr Wegbereiter im Einsatz von state-of-the-art Technologien. Untersuchungen in den beiden neuen Geräten können sehr schnell und ohne lange Wartezeiten durchgeführt werden", so der Präsident des Rudolfinerhauses, Univ.-Prof. Dr. Michael Zimpfer, MBA, "Durch die Anschaffung der beiden Geräte ist nun im Rudolfinerhaus Herzdiagnostik möglich, wie sie österreichweit in keinem anderen Privatspital in dieser Vielfalt geboten werden kann. Das Rudolfinerhaus hat dafür 3,5 Mio. Euro investiert."

Panorama MR bietet maximalen Patientenkomfort und bessere Diagnosemöglichkeiten

Das Dickdarmkarzinom ist die vierthäufigste Krebserkrankung, bei den krebsbedingten Todesursachen steht es sogar an zweiter Stelle. "Beim frühzeitig erkannten Darmkrebs können jedoch in 100 Prozent der Fälle dramatische Formen verhindert werden. Darmkrebs ist mit rund 5.000 Neuerkrankungen und 3.000 Todesfällen pro Jahr die häufigste Krebsart in Österreich. Das sind 3.000 Todesfälle, die bei rechtzeitigem Erkennen nicht sein müssten", erzählt der Leiter des Instituts für Bildgebende Diagnostik am Rudolfinerhaus, Univ.-Doz. Dr. Andreas Neuhold. Im Institut für Bildgebende Diagnostik gibt es nun seit September 2005 sensationelle neue Technologie zum Wohle des Patienten: den ersten offenen Panorama Magnetresonanz-Tomographen in Österreich, der die Leistung eines geschlossenen MR bringt. Der erste offene 1.0 Tesla-MR hat einen 360 Grad-Rundumausblick und bietet höchsten Patientenkomfort und die klinische Leistungsstärke eines 1.5 Tesla-Systems. Für Neuhold ist nicht nur die hervorragende Bildqualität ausschlaggebend, sondern auch das neue Raumgefühl für die Patienten: "Erstmalig am Markt - und nun bei uns im Rudolfinerhaus - steht ein offenes Hochfeld MR-Tomographie-Gerät zur Verfügung, das völlig neuen Patientenkomfort bietet durch die räumliche und optische Komponente." Herkömmliche Röhrensysteme haben vergleichsweise eine Tunnelöffnung von 60 bis 70 Zentimeter, die bei vielen Patienten Klaustrophobie auslöst und die diagnostischen Möglichkeiten durch eingeschränkte Bewegungsfreiheit begrenzt. Im Rudolfinerhaus werden jährlich rund 10.000 MR-Untersuchungen durchgeführt.

"Mit dem Panorama MR sind nun Ganzkörperuntersuchungen, interventionelle Untersuchungen und Funktionsuntersuchungen von Gelenken und Wirbelsäule möglich, die in einem herkömmlichen Tunnel-MR nicht durchführbar sind", eröffnen sich für Neuhold und seine Patienten neue Möglichkeiten der Diagnose: "Vor allem für Funktionsuntersuchungen der Gelenke und Bewegungsstudien im Bereich der Wirbelsäule." Das Team des Rudolfinerhauses profitiert damit vom diagnostischen Leistungsspektrum des offenen High intensive MRs, der besonders für orthopädische Untersuchungen vorteilhaft ist, weil er die maximale Bewegung aller Gelenke ermöglicht.

Die offene Bauweise eignet sich auch ideal für stärkere Patienten:
"Selbst bei einem Körpergewicht von 120 bis 150 Kilogramm und darüber können wir Patienten ohne Probleme untersuchen, ebenso Patienten mit starker Platzangst", so Neuhold. Denn bei fast jedem zweiten Patienten können in traditionellen Scannern Angstattacken und somit Störungen des Untersuchungsverlaufs auftreten. Das rundum offene Panorama-Konzept vermittelt hingegen eine angenehme Umgebung. Die Lagerung des Patienten ist entspannt und bequem, außerdem kann er viel einfacher und direkter mit dem Ärzteteam Kontakt halten. Ein wichtiger Gesichtspunkt eröffnet sich auch in der Pädiatrie, weiß Neuhold aus Erfahrung: "Kinder lassen sich nur in Begleitung ihrer Eltern untersuchen - bis jetzt mussten die Patienten mit dem Kind in den so genannten Tunnel verschwinden, jetzt kann ein Elternteil komfortabel neben dem Patienten bei der Untersuchung die Hand halten oder Körperkontakt vermitteln." Die Untersuchung mit dem Panorama MR wird von der Krankenkasse bezahlt, daher kann jeder Patient zur Untersuchung in das Privatkrankenhaus kommen.

Computertomograph Aquilion 64: Virtueller Flug durchs Herz

Im neuen Herzzentrum des Rudolfinerhauses ging ebenfalls im September der modernste Multislice CT Wiens in Betrieb. Weltweit sind erst wenige dieser Geräte im Einsatz. Die technische Innovation liegt vor allem in der simultanen Erfassung von 64 nur 0,5 Millimeter dicken Schichten des menschlichen Körpers in nur einer Umdrehung, wobei die Röhre mit sehr hoher Geschwindigkeit um den Patienten kreist. "Das Gerät hat 64 Zeilen und ermöglicht eine schnelle und sehr genaue Darstellung des menschlichen Körpers. Herkömmliche CTs benötigen für 360 Grad eine Sekunde. Das neue 64-Schicht-Multi-Slice Gerät benötigt nur 0,40 Sekunden für 360 Grad und gehört somit zu den schnellsten Computertomographen der Welt", erklärt Neuhold. In diesen 0,40 Sekunden werden 64 Querschnittbilder gemacht. Der neue CT arbeitet so schnell, dass er sogar vom schlagenden Herzen gestochen scharfe, dreidimensionale Bilder liefert und sich auch dünnste Herzkranzgefäße und deren Verengung sich plastisch darstellen lassen. Auf diese Weise können beispielsweise bis jetzt nur sehr schwierig bis gar nicht zu diagnostizierende Blutgerinnsel im Gehirn oder die Artherosklerose schon im Frühstadium erkannt werden.

Der neue 64 Zeilen CT bringt dem Patienten zahlreiche Vorteile. So erfolgt die Untersuchung ambulant und ohne schmerzhaften Eingriff, sie ist schnell und liefert präzise Bilder. Bei einer bis zu 40 Prozent reduzierten Strahlendosis wurde zugleich die Auflösung und Bildqualität enorm verbessert, daneben liefert dieses Diagnoseverfahren viele Zusatzinformationen. Herzpatienten kann dadurch eine Angiographie erspart werden, bei der dem Patienten in Lokalanästhesie eine Arterie - meist in der Leistengegend - geöffnet und ein dünner, steriler Katheter eingeführt wird. "Dieses Gerät lässt sich jedoch nicht nur in der Diagnostik von Herzerkrankungen optimal einsetzen, sondern auch in der Darmkrebsdiagnostik. Mit dem 64-Zeiler CT ist auch virtuelle Koloskopie möglich, die völlig schmerzfrei und ohne Narkose durchgeführt werden kann", berichtet Zimpfer. "Bisher hatten die Patienten Angst vor blutigen Eingriffen, die notwendig waren, um eine Diagnose zu erstellen. Die neuen Bildgebenden, nicht schmerzhaften Verfahren sollen den Patienten die Angst vor einer rechtzeitigen, lebenserhaltenden Vorsorgeuntersuchungen nehmen", so Zimpfer.

Neueste Therapie bei Brustkrebs: Intraoperative Strahlentherapie

Auch das neue Frauengesundheitszentrum im Rudolfinerhaus kann auf neueste technische Errungenschaften zurückgreifen: die revolutionäre Therapieoption der "Intraoperativen Strahlentherapie" bei Brustkrebs. Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Eine schonende, aber individuelle Behandlungsmethode ist die intraoperative Strahlentherapie mit dem INTRABEAM(R) System. Diese neuartige Methode ersetzt bei Frauen mit einem im Frühstadium befindlichen Brustkrebs die über sechs Wochen gehende tägliche Strahlentherapie durch eine einzige, schonende Bestrahlung während der operativen Entfernung des Tumors. Dabei platziert der Chirurg die Sonde der Strahlenquelle direkt in dem Tumorbett. Durch die intraoperative Anwendung kann der Chirurg direkt das gewünschte Zielgewebe bestrahlen und schont damit gesundes Gewebe. Die lokale Abtötung von Tumorzellen wird das erneute Auftreten von Krebs verhindert. Nach dem einmaligen Eingriff erfolgt keine weitere Bestrahlung. Daneben bietet diese Therapieform vielen Frauen die Möglichkeit ihre Brust zu erhalten, und das bei nur einem chirurgischen Eingriff. "Der technische Fortschritt des INTRABEAMs liegt in der Miniaturisierung der Röntgenquelle, die ein mobiles, von Operationssaal zu Operationssaal transportables System ermöglichen. Dadurch entfallen die bei konventionellen Geräten notwendigen Investitionen in Schutzräume und persönliche Schutzmaßnahmen", so Huber. Huber: "In Kooperation mit den neuen Bildgebenden Verfahren, wie der digitalen Mammographie in Kombination mit dem 4D-Ultraschall, möchten wir an die Etablierung einer präventiven Gynäkologie mitarbeiten. Prävention und Frauengesundheit kumulieren natürlich in einem besonderen Problem, nämlich in den Erkrankungen der weiblichen Brust, die mehr umfasst als jene Probleme, die nur mit dem Skalpell sanierbar sind. Auch hier ist in unserem Fach in der Vergangenheit schon viel angedacht worden: das Warten, bis sich in der Frühdetektion ein Problem manifestiert, ist zu wenig, wichtig ist es, alles zu unternehmen, dass es gar nicht Realität wird." Hilfestellungen ortet Huber in den epidemiologischen Scores, biochemischen Parameter, biographischen Daten bis hin zu den in der Nurse Health Study alidierten molekularmedizinischen Methoden.

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