Internationale Fachtagung 2005 "Betondecken aus wirtschaftlicher Sicht" setzt auf Nachhaltigkeit

Betonstraßen punkten in der ökologischen, wirtschaftlichen und vergaberechtlichen Bewertung durch Langlebigkeit, niedrigere Gesamtkosten und Qualität

Wien (OTS) - Über Kosten, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit einer leistungsfähigen Straßeninfrastruktur entscheiden die Auswahl von Material, Gestaltung und Ausführung. "Internationale Studien haben ergeben, dass außerdem ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Treibstoffverbrauch und dem Aufbau der Struktur einer Straßenoberfläche besteht", erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, DI Felix Friembichler anlässlich der Fachtagung Betondecken, die gemeinsam von der österreichischen Forschungsgemeinschaft Straße und Verkehr -Arbeitsgruppe Betonstraßen, der Österreichischen Vereinigung für Beton- und Bautechnik - Sektion Betonstraßen (ÖVBB) und der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) am 10. November 2005 veranstaltet wurde.

Vergaberecht tendiert zur Einbeziehung Nachhaltigkeit

Die zunehmende Betonung der Nachhaltigkeit von Investitionen spricht eindeutig für den verstärkten Einsatz von Beton-Straßendecken, erklärte Rechtsanwalt Gabriel Lansky. Neben dem Kaufpreis ist es daher zulässig, die "Lebenszykluskosten"-Konzept eines Projekts in die Vergabeentscheidung zu berücksichtigen. Lansky:
"Die EU erlaubt derartige Entscheidungen bei der Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots, weil durch die Anwendung eines Lebenszykluskosten-Konzepts die tatsächlichen Kosten eines Auftrags ersichtlich werden." Auf Mautstrecken haben die Straßenbenützer laut Lansky zudem ein Anrecht auf eine ausreichende Straßenqualität, eine Minimierung von Verspätungen durch Staus und höhere Sicherheitsstandards. Für Straßenerhalter wäre es daher empfehlenswert, ihren "Kunden" die bestmögliche Qualität zu bieten.

Geringerer Treibstoffverbrauch durch Betonstraßen

Internationale Untersuchungen haben ergeben, dass eine ebene Straßenoberfläche mit geringem Rollwiderstand echte volkswirtschaftliche und ökologische Vorteile aufweist. "Je nach Art des Fahrzeugs steigt bei unebenen Straßen der Treibstoffverbrauch um fünf bis neun Prozent", erklärt die Expertin des schwedischen Zement-und Betonforschungsinstituts, Malin Löfsjögård. Schwere Lastwagen verbrauchen bei höheren Temperaturen auf einer "weichen" Straßenoberfläche um bis zu 20 Prozent mehr Treibstoff. Der Grund dafür ist, dass schwere Fahrzeuge bei flexibleren Fahrbahnen größere Deformationen verursachen, die dann als Rollwiderstand überwunden werden müssen. Anhand eines Straßenstücks in Südschweden, das täglich von 12.700 Fahrzeugen benützt wird, hat Löfsjögård errechnet, dass pro Kilometer Straße während der auf 40 Jahre angesetzten Lebensdauer der Betonfahrbahn volkswirtschaftliche Einsparungen von 2,3 bis 6,2 Millionen Schwedenkronen durch eine Absenkung des Treibstoffverbrauchs um ein Prozent möglich werden. Löfsjögård: "Die damit verbundenen Emissionsreduktionen machen in Summe das Doppelte der Umweltauswirkungen aus, die während des Baus der Straße anfielen." Weiterführende Studien ergaben, dass die tatsächliche Treibstoffeinsparung weitaus höher liegt, nämlich bei fünf bis neun Prozent.

VÖZ, die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie

Die Österreichische Zementindustrie widmet sich intensiv der Forschung und Entwicklung des Baustoffes Beton. Mit der Forcierung neuer Technologien und dem Angebot von kundenorientierten Speziallösungen erweist sich die VÖZ als innovativer Motor der Bauindustrie. Darüber hinaus beobachtet die Vereinigung laufend die aktuellen internationalen Entwicklungen und ist maßgeblich daran beteiligt, den jeweils neuesten Stand der Technik in der österreichischen Bauwirtschaft zu verankern.

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